Drei Lehrer aus Hankensbüttel unterrichten 20 Stunden in Wittingen

Gymnasium hilft Oberschule

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Nach wie vor herrscht Lehrermangel in Niedersachsen. Das Gymnasium Hankensbüttel stellt 20 Stunden an der Oberschule.

Hankensbüttel. Die Unsicherheit vor Schuljahresbeginn war am Hankensbütteler Gymnasium nicht unerheblich. Wieder drohten Abordnungen von Lehrkräften an andere Schulen. Grund: Die Personalsituation an den Schulen im Land ist schwierig.

Das konnte auch Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) kurz vor Beginn des neuen Schuljahres nicht leugnen. Die Folge werde sein, dass 2000 Pädagogen 18 500 Stunden an anderen Schulen unterrichten müssen, wurde der Minister zitiert.

Nun steht fest, wie viele Stunden Lehrer des Gymnasiums an einer anderen Schule unterrichten müssen. „Das Gymnasium muss Kräfte für 20 Unterrichtsstunden an der Oberschule Wittingen abstellen“, sagt Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg. Diese Stunden verteilten sich auf drei Kollegen des Hankensbütteler Gymnasiums, so Schöneich.

Nach Abschluss der Einstellungsrunde für das gerade gestartete Schuljahr stehe fest, dass eine neue Lehrkraft in Hankensbüttel am Gymnasium unterrichten wird. „Es kann somit definitiv der Pflichtunterricht in Hankensbüttel abgedeckt werden“, so die Behördensprecherin. Die Zusatzbedarfe wie Ganztag, inklusiver Unterricht oder Arbeitsgemeinschaften könnten zum größten Teil geleistet werden.

Allerdings können sich die Bedarfe an abzuordnenden Lehrern im laufenden Schuljahr auch durch andere Faktoren wie die frühere Rückkehr aus Elternzeit, die Aufstockung von Teilzeit sowie die Einstellung von qualifizierten Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern noch einmal verändern.

Von Jens Schopp

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