Auch nach Zählung Diskussionen

Reichen die Parkplätze am Hankensbütteler Gymnasium aus?

Parkende Autos im Hankensbütteler Hagengarten und der Einmündungsbereich zum Amtsweg, rechts die Zahnarztpraxis.
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Der Hankensbütteler Hagengarten ist Teil der Parkplatz-Thematik rund ums Gymnasium. Die Verwaltung hat für den Einmündungsbereich zum Amtsweg beim Landkreis eine verkehrsrechtliche Anordnung beantragt, um den oft zugeparkten Bereich freizuhalten.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Das letzte Wort dürfte in dieser Sache noch nicht gesprochen sein: Die Parkplatz-Diskussion rund ums Hankensbütteler Gymnasium bleibt ein umstrittenes Thema, die Ansichten gehen bei den Beteiligten auseinander. Eine Zählung von WIH-Ratsherr Reinhard Weißmann hat ergeben, dass genügend Parkflächen zur Verfügung stehen. Schulleiterin Cornelia Röhrkasten widerspricht, es gebe weiterhin Probleme. Sie steht mit dem Landkreis als Schulträger zu dem Thema in Verhandlungen. Vonseiten der Gemeinde Hankensbüttel wird es derzeit in der Angelegenheit wohl keinen weiteren Vorstoß geben, man sieht nach wie vor den Landkreis in der Pflicht, dem seit Jahrzehnten immer wieder entsprechende Flächen angeboten worden seien.

Weißmann war mit einem Maßband losgezogen: Die Ergebnisse seiner Erkundung des Parkraumes im Umfeld der Schule liegen inzwischen vor. Er war am Amtsweg, Wiesenweg, Hagengarten, an der Kurzen Straße und an der Straße Am Hagen fündig geworden. Weißmann listet detailliert 81 Schülerparkplätze und 72 Parkplätze für Lehrer, Bedienstete und Besucher auf.

Verbot am Bolzplatz

Einstimmig empfahl der Verkehrsausschuss kürzlich dem Gemeinderat, dass Weißmanns Antrag auf Erarbeitung eines Konzeptes für den ruhenden Verkehr rund um das Gymnasium zur Kenntnis genommen werden soll. „Mein Eindruck ist, dass es genügend Parkplätze gibt“, sagte Weißmann zu seiner Erhebung. Es habe schon deutlich größere Jahrgangsstufen 13 als die jetzige gegeben. Eine Arztpraxis am Amtsweg sei zudem weggezogen. Er sei der Meinung, dass es auch nicht zu viele Parkplätze geben sollte, damit Schüler auch noch Fahrgemeinschaften bilden oder den Bus nehmen. Einige der von ihm aufgeführten Parkplätze seien etwas weiter vom Gymnasium weg – da parke nach seiner Beobachtung aber kein Schüler.

Angesichts der gut 150 erfassten Parkplätze sah Peter Dietz (Grüne) gar keinen Grund, überhaupt in eine Diskussion einzusteigen. Wenn es Parkplatz-Probleme geben sollte, sei der Kreis primärer Ansprechpartner. Als Kommune habe man seit Jahrzehnten eine Kooperation angeboten. Der Kreis müsse sich melden, damit Abhilfe geschaffen werden könne. Hinter Dietz’ Position konnten sich sogleich viele der Ratsleute versammeln. Ebenso war Tenor, dass die Fläche am Bolzplatz, die nur für die Wohnmobile freigegeben ist, nicht zum Parken von den Schülern genutzt werden soll.

Anwohner zugeparkt

Röhrkasten begrüßte, dass die Gemeinde die Parksituation überhaupt auf die Tagesordnung nahm. „Ich werde eine Lösung mit dem Landkreis finden und stehe mit ihm in Verhandlungen.“ Die Parkplätze würden nicht ausreichen, die Zahlen von Weißmann nicht stimmen. Der nächste 13. Jahrgang werde wieder größer. Auch für ihr Kollegium gebe es nicht genügend Parkraum. Der Amtsweg und der Hagengarten seien enge Straßen, Laster und Müllabfuhr würden dort nicht durchkommen. Dabei bleibt es nicht: Schulassistent Jens Holz berichtete, dass am Hagengarten natürlich nicht nur Schüler, sondern auch Patienten der Zahnarztpraxis parken. So dicht, dass mancher Wagen rückwärts aus dem Hagengarten in den Amtsweg „geschossen kommt“. Teilweise würden Lieferwagen noch nicht mal durch die zugeparkte Kurve kommen. Schüler würden so dicht an Einfahrten parken, dass Anwohner mit ihren Autos nicht mehr von ihren Grundstücken kommen.

„Mal Stück laufen“

Heinz Gödecke von der Verwaltung unterstrich Holz’ Ausführungen: Er habe deswegen beim Landkreis schon eine verkehrsrechtliche Anordnung beantragt, um den Einmündungsbereich freizuhalten. „Das ist eine Notwendigkeit.“ Verkehrsteilnehmer seien angehalten, sich rücksichtsvoll zu verhalten. „Man kann auch mal ein Stück laufen“, hielt Gödecke fest.

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