Jahrgang feiert zweigeteilt

Gymnasium Hankensbüttel: Pläne für Abi-Feierlichkeiten herausfordernd

Sarah Matte als Vertreterin der Abiturienten und Oberstufenkoordinator Frank Voigt vor dem Eingangsbereich des Hankensbütteler Gymnasiums.
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Die sich ständig ändernden Corona-Bedingungen erfordern einen permanenten Austausch und eine enge Abstimmung, was die Abi-Feierlichkeiten angeht: Sarah Matte als Vertreterin der Abiturienten und Oberstufenkoordinator Frank Voigt vom Hankensbütteler Gymnasium.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Der Anlass ist ein freudiger – die Begleitumstände sind aber in jeder Hinsicht eine Herausforderung für alle Beteiligten: In Corona-Zeiten, die Abiturentlassungs-Feierlichkeiten zu planen, ist eine knifflige Aufgabe. Was dabei hilft: die enge Abstimmung zwischen den Abiturienten und Oberstufenkoordinator Frank Voigt.

Der Abschlussjahrgang hat eigens ein Komitee dafür gegründet. Voigt findet es toll, so Ansprechpartner zu haben. Die Planungen seien kein einfaches Feld. Es gebe konkurrierende Ziele, viele der Abiturienten seien vorsichtig und wollen kein Risiko mit Blick auf Corona eingehen, andere würden so richtig feiern wollen. Der goldene Mittelweg müsse her.

Am Anfang der Planungen lag der Inzidenzwert noch bei über 165, nun wird am Gymnasium gehofft, dass er auf dem niedrigen Niveau von zuletzt bleibt – anderenfalls müsste neu geplant werden. Eine angedachte Feier als Autokino war vom Jahrgang nicht gewünscht. Feierlichkeiten in Präsenzform sollten es sein, sagt Sarah Matte als Vertreterin der Abiturienten. So kristallisierte sich heraus, dass der Jahrgang für die Feierlichkeiten am 2. Juli zweigeteilt wird – eine Gruppe mit 44 und eine mit 41 Schülern. Jeder Abiturient wird von zwei Angehörigen mit Test-, Impf- oder Genesenennachweis begleitet werden – in Einzelfällen soll noch ein vierter Sitzplatz in der „Familieninsel“, etwa für Oma oder Opa, möglich sein. Zweimal wird das Programm hintereinander ablaufen – in kleinerem Rahmen als sonst, ohne Gesang, zum Bedauern der Beteiligten ohne Gäste, mit nur wenigen (Kurs-)Lehrern, aber dafür einigen Reden und Grußworten. Es soll trotzdem ein schöner Abschluss werden, bei dem die getesteten Abiturienten nochmal zusammenkommen können.

Noch einmal braucht Voigt die Herausforderung einer solchen Planung unter diesen Umständen aber nicht, gibt er zu. „Dieses Jahr ist eine absolute Katastrophe.“ Dennoch müsse man die Vorbildfunktion erfüllen.

Bei den Abiturienten gibt es Verständnis für die Situation, sagt Matte. Zwar kenne es man selbst nicht anders, dennoch hatten die jetzigen Abiturienten ja mitbekommen, wie Jahrgänge in früheren Jahren ihren Abschuss feiern konnten – etwa mit dem Abi-Ulk, den es in 2021 nicht geben kann. Man müsse die Situation leider so hinnehmen, auch wenn es ärgerlich sei und man dies nicht mehr zurückbekomme, so Matte. Mittlerweile gebe es daher angesichts der nicht zu ändernden Umstände eine breite Zufriedenheit im Jahrgang. Ein Abi-Film und eine Abi-Zeitung sind in Arbeit. Dass die aktuellen Abiturienten nicht feiern können, wie sie eigentlich gerne würden, „ist ein echter Verlust“, ist dem Oberstufenkoordinator völlig klar. Das sei fies und hart.

Voigt: „Ich bin besonders dankbar für die bewährte gute Zusammenarbeit mit der Hauptschule, in deren Halle wir die Abitur-Entlassungsfeier abhalten dürfen.“ Die Wiethornschule richtet tags zuvor ihre eigene Feier für die Abgänger nach Jahrgang 10 und 9 aus. Voigt hat sich mit Schulleiterin Cornelia Betzinger abgestimmt. Das Ergebnis: ein Synergieeffekt. „Wir können nun unsere Bühne und die Hallenbestuhlung gemeinsam nutzen.“

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