Gemeinde Obernholz profitiert beim Haushalt stark / Fokus bei Dorferneuerung auf Steimker Kampweg

Gute Aussichten dank Windkraft

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Die Gemeinde Obernholz profitiert finanziell stetig mehr von der Windkraft – hier der Windpark Harsahl. In 2018 sollen die Erlöse noch weiter steigen. Im Fokus hat die Gemeinde in diesem Jahr vor allem die Umsetzung von Dorferneuerungs-Maßnahmen.

Gemeinde Obernholz. Die Windkraft-Erlöse fließen – und davon profitiert die Gemeinde Obernholz über die Gewerbesteuer, ebenso über Pachten und Entschädigungen.

Das schlägt sich positiv im Haushalt nieder – nach einem leichten Überschuss von 8400 Euro für 2017 wird für dieses Jahr mit einem Plus von 50 100 Euro gerechnet. Die letzten fünf neu hinzugekommenen Windräder sind offensichtlich für die Betreiber schon nach wenigen Jahren gewinnträchtig.

„Wir schauen, wie sich die Windkraft weiterentwickelt“, sagt der Obernholzer Bürgermeister Werner Rodewald im IK-Gespräch. Festzuhalten sei aber jetzt schon, dass die Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde „viel schneller als erwartet“ fließen.

Bei den Vorhaben der Kommune wird in 2018 das wichtigste Thema die Umsetzung der geplanten Maßnahmen bei der Dorferneuerung. In Wentorf steht die Gestaltung der Ortsmitte am Feuerwehrstandort vor dem endgültigen Abschluss, so Rodewald. Es gebe nur noch Restarbeiten zu erledigen. Das Hauptaugenmerk richte sich nun auf den Ausbau des Steimker Kampweges mit einem Eigenanteil der Kommune von 125 800 Euro. Letztere sind in den Haushalt eingestellt worden. Laut Rodewald ist ein Planungsbüro dabei, „eine vernünftige Lösung“ zu finden.

Für den barrierefreien Umbau der Wettendorfer Bushaltestelle ist ein Förderantrag gestellt worden. In 2018 soll die Hauptstraße (K 13) in der Wettendorfer Ortsdurchfahrt saniert werden. „Der Umbau der Bushaltestelle gelingt uns hoffentlich mit der Kreisstraßenerneuerung zusammen“, sagt Rodewald. Man hätte als Kommune gar keine Ausnahmegenehmigungen stellen müssen, um einzelne Haltestellen vom Ausbau zu befreien. Denn es gebe keine Zwangsfrist und keine Pflicht zum Umbau. „Die anderen Haltestellen haben wir auch im Blick“, betont der Bürgermeister. Möglicherweise geschehe dies nämlich en bloc in der Samtgemeinde – darüber sei in der Bürgermeisterdienstversammlung diskutiert worden.

Konstruktiv will die Gemeinde den Bau des Wierstorfer Generationentreffs mit Fahrzeugbox für die Feuerwehr begleiten. Der Förderbescheid über die Dorferneuerung ist da. „Es kann beginnen“, sagt Rodewald. Die Kommune hatte das Grundstück dafür erworben. „Wir müssen im weiteren Verlauf jetzt schauen, was für uns noch anteilig fällig wird.“ Üblicherweise sei die Gemeinde für die Zufahrt zuständig. „Wie das aussieht und wie es machbar ist, müssen wir sehen.“ Auch die Erschließung, etwa in puncto Abwasser, müsse noch geklärt werden. Das Ganze solle jedenfalls zügig umgesetzt werden.

Für die Unterhaltung der Gemeindestraßen und Nebenanlagen sind 50 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt worden. „Diesen Ansatz werden wir sicherlich brauchen“, sagt Rodewald mit Blick auf die große Nässe und das Befahren mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen. „Bei den unbefestigten Wegen ist es teils verheerend und bei den befestigten Wegen gibt es auch einen erheblichen Reparaturbedarf.“ Ebenso gebe es bei den Gemeindeverbindungsstraßen Mängel.

Der Gemeinderat hatte beschlossen, dass 2018 die von Sönke Hogreve von der Bezirksförsterei Sprakensehl vorgeschlagene Wegebaumaßnahme „Turmweg“ umgesetzt werden soll. Für das kurze Teilstück sollen laut Rodewald noch konkrete Zahlen ermittelt werden. Außerdem soll ein Förderantrag gestellt werden.

Generell betont Rodewald, dass die Gemeinde um jeden Einwohner kämpfen müsse. Daher müsse man auch über die Umnutzung von Gebäuden nachdenken und im Blick behalten, ob dies vielleicht förderfähig ist. „Wir müssen gegebenenfalls auch Rückbau unterstützen, damit es nicht zu Verfallserscheinungen kommt.“

Von Paul Gerlach

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