Kultige Halloween-Party mit der Band Seducer im Schweimker Schützenheim

Grusel und Gitarrenklänge

Hart, härter, am härtesten: Die Musik von Seducer kam bei den Fans im Schützenheim bestens an. Der Saal war zur Halloween-Party restlos ausverkauft. Fotos: Ohse

Schweimke. Tief im Wald, abgelegen, jenseits menschlicher Siedlungen: Dort steht das Schützenheim der Schweimker. Passend zur örtlichen Abgeschiedenheit gab es am Sonnabend ein besonderes Spektakel. Die Band Seducer hatte zur Halloween-Party eingeladen.

Und die dunklen Gestalten der Nacht ließen sich nicht lange bitten. Vampire, Monster, Mutationen versammelten sich und lauschten lauter Musik.

„Wir sind das fünfte Mal hier im Schützenheim und das erste Mal ausverkauft. Die Bude ist voll“, freute sich Gitarrist Dennis Henson, der mit seinem martialischen Antlitz nicht allein war. Gespenstisch stand so mancher vor oder auf der Bühne und rockte, was die Fetzen am Leib hergaben. Den härtesten Job an diesem Abend hatte die Band, allerdings nicht bei der Musik. Die Mitglieder mussten unter all den blutverschmierten Jungfrauen, Hexen, kruden Gestalten und dem Mann mit der Kettensäge die beste Verkleidung auswählen. Auserkoren wurden letztlich Patrick, der mit einem total zerschundenen Kopf brillierte, und Bianca, die sich das Gesicht erfrischend weiß à la Skelett geschminkt hatte und ein wenig an Gruselfigur Eddie erinnerte.

Bilder von der Party

Halloween-Party in Schweimke

„Eddie ist unser diesjähriges Motto“, erklärte dazu Frontmann Timme Dierks, der neben Gitarrist Andreas Fröhlich, Bassist Toff Dierks und vor Schlagzeuger Jonas Laue wirkte. Dementsprechend grinste das Monster in der Dekoration neben anderen knöchrigen Gestalten. „Seducer und die Band Tempest gibt es seit den 1980er Jahren und es gibt Fans, die sind seitdem dabei“, merkte ein Partygast an.

Dass Seducer eine Größe im Nordkreis ist, sorgt immer wieder auch für Fan-Nachschub, wie man an den jüngeren, gerade mal 18-jährigen Gästen sehen konnte. Neben Besuchern mit schrecklichen Narben im oder Masken vor dem weiß gekalkten Gesicht waren auch Zivilisten zugegen und auch einige Jungschützen. Vor allem die jüngeren Gäste echauffierten sich vor der Bühne im Pogotanz, während sich die Anhänger im vorgerückten Alter gemütlich an die Theke lehnten, um die harten, erdigen Töne im Hard-Rock- und Heavy-Metal-Stil zu genießen.

Nicht nur für den schaurig-schönen Abend hatten Seducer gesorgt, auch bei der Heimfahrt war die Band so manchem Besucher behilflich. Ein Shuttle-Bus fuhr die Gäste vom Schützenheim nach Hankensbüttel, Knesebeck und Wesendorf bis nach Gifhorn sowie zu den Orten dazwischen.

Der nächste Gig steht auch schon fest. Es wird weihnachtlicher, allerdings bei gleichbleibend harter Musik. Am 25. Dezember spielen Seducer in Celle. Vorher am 22. Dezember gibt es von der Band Tempest was auf die Ohren.

Von Burkhard Ohse

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