Samtgemeinderat stimmt Änderung der Bauleitplanung zu

Grünes Licht für Wohnungsbau in Bokel

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In Bokel soll der derzeit als Sondergebiet „Ferienhäuser“ ausgewiesene Bereich im südlichen Siedlungsbereich als Wohnbaufläche dargestellt werden.

Bokel – In Bokel soll ein derzeit als Sondergebiet „Ferienhäuser“ ausgewiesener Bereich im südlichen Siedlungsbereich als Wohnbaufläche dargestellt werden. Dafür wird der Flächennutzungsplan geändert.

Der Samtgemeinderat stimmte jetzt einmütig dem Vorhaben und der entsprechenden Änderung des F-Plans für den Teilbereich Bokel zu. Die weiteren Teilbereiche – Sprakensehl, Weddersehl und Wierstorf – werden zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet.

Ein Bokeler will laut Heinz Gödecke von der Verwaltung das Bauvorhaben realisieren. Entstehen könnten maximal vier Baugrundstücke. Ferienhäuser seien in dem Sondergebiet – entgegen der ursprünglichen Planung – nicht entwickelt worden, sodass es dort kein Baurecht gebe. „Daher sind ein F- und ein B-Plan nötig.“ Die Kosten trägt der Antragsteller.

Die Heraustrennung des Bokeler Teilbereichs geschah laut Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel zum einen aufgrund des Wunsches einer zeitnahen Ansiedlung. Die Finanzierung dafür sei gelaufen. Zum anderen, weil der Teilbereich Bokel unstrittig sei. Die Träger der öffentlichen Belange und der Regionalverband Großraum Braunschweig seien eingebunden gewesen. „Es kann so umgesetzt werden“, so Taebel. Außerdem seien bei den anderen Teilbereichen noch Umweltschutzbelange zu klären. „Daher starten wir mit Bokel.“

Die Planunterlagen sowie die relevanten Stellungnahmen werden mindestens 30 Tage lang öffentlich ausgelegt. Die Träger der öffentlichen Belange werden erneut beteiligt.

Unmut wurde im Bauausschuss über die Stellungnahme des Regionalverbandes Großraum Braunschweig zur Änderung des F-Plans für alle Teilbereiche laut. Dieser hatte betont, dass „Siedlungsentwicklungen abseits der ÖPNV-Bedienungsachsen“ eine kostenintensive Erschließung benötigen würden. Der ÖPNV sei in diesen Fällen meistens nicht wirtschaftlich zu betreiben. Aus Sicht des ÖPNV seien diese Siedlungsentwicklungen zu vermeiden. „Das ist eine tragische Stellungnahme“, sagte Werner Rodewald (CDU). Der Regionalverband Großraum Braunschweig hatte beim Teilbereich Weddersehl betont, dass die Flächeninanspruchnahme im Freiraum zu begrenzen sei.

Bei der dortigen Erweiterung eines Betriebes soll die geplante Baufläche laut Planung „lediglich kleinräumig“ in den unbesiedelten Freiraum ragen, der nach den LROP-Vorgaben freigehalten werden soll. Rodewald merkte an, dass es im Südkreis einige Satellitenstädte mit Industrieansiedlung auf der Fläche gebe.

VON PAUL GERLACH

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