Samtgemeinderat bringt trotz leichtem Gegenwind Vorhaben in Hankensbüttel und Steinhorst auf Weg

Grünes Licht für Kita-Pläne

So sieht die Planung für die neue Kita an der Hankensbütteler Schulstraße aus. Für dieses Vorhaben gab es jetzt vom Samtgemeinderat ebenso grünes Licht wie für das Projekt Anbau an der Steinhorster Krippe und für die Waldkita bei Alt-Isenhagen.
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So sieht die Planung für die neue Kita an der Hankensbütteler Schulstraße aus. Für dieses Vorhaben gab es jetzt vom Samtgemeinderat ebenso grünes Licht wie für das Projekt Anbau an der Steinhorster Krippe und für die Waldkita bei Alt-Isenhagen.

Hankensbüttel/Alt-Isenhagen/Steinhorst. Bei den geplanten Kita-Bauten in der Samtgemeinde Hankensbüttel soll es möglichst schnell weiter vorangehen – nachdem es teilweise schon erhebliche Verzögerungen gegeben hat (das IK berichtete mehrfach).

Das schlug sich auch entsprechend in erhöhten Baukosten nieder, mit denen nun gerechnet wird.

Mit jeweils nur vereinzelten Gegenstimmen oder Enthaltungen beschloss der Hankensbütteler Samtgemeinderat am Donnerstagabend drei große Projekte. Da ist zum einen der geplante Kita-Neubau an der Hankensbütteler Schulstraße und zum anderen der Anbau an die Steinhorster Krippe sowie die Einrichtung einer Waldkita bei Alt-Isenhagen.

Dietrich Brockmann (Grüne) kritisierte die Planungsvergabe für den Krippen-Anbau in Steinhorst – ebenso wie bei der vorgesehenen Kita an der Schulstraße. Dagegen verwehrte sich Werner Rodewald (CDU): Die Planung bewege sich im normalen Rahmen, richte sich nach den Normen und sei mit dem DRK abgestimmt. Auch Verwaltungs-Chef Andreas Taebel betonte, dass durch die festgeschriebene Honorarordnung kein Planer überzogene Kosten einfordern könne. „Alle Vorgaben sind erfüllt.“

Durch die Verzögerungen sei es zu den zwischenzeitlich um rund 35 Prozent gestiegenen Kosten gekommen, sagte Dirk Köllner (CDU). „Ein anderer Planer hätte nichts wegstreichen können“, so Köllner.

Für den Anbau an die Krippe gibt es 180 000 Euro Fördermittel vom Land, berichtete Taebel. Ein entsprechender Förderbescheid, den es nur für Krippen-, aber nicht für Kitaplätze gebe, sei bei der Verwaltung eingetroffen.

Die geplante Kita an der Schulstraße soll inzwischen 5,8 statt 3,2 Millionen Euro kosten. Brockmann hielt fest: „Ich sehe das Projekt kritisch.“ An der Waldkita sehe man, dass auch „Lösungen mit geringen Mitteln“ möglich seien. Daher solle man auch unkonventionelle Ideen zulassen.

„Wir kreieren keinen Porsche“, widersprach Rodewald Brockmann. Auch hier handele es sich ausschließlich um mit dem DRK abgestimmte Normgrößen. Durch Einwendungen und den Planerwettbewerb habe es einen „enormen Zeitverzug“ gegeben. Dadurch seien die Baukosten so gestiegen. Zudem habe man wegen des Bedarfs von vier auf fünf Gruppen erhöhen müssen, zusätzlich komme eine Mensa hinzu, die auch von der Karl-Söhle-Schule mitgenutzt werden soll.

Bei der Waldkita, die in direkter Nähe zum Elbe-Seitenkanal eingerichtet werden soll, gibt es eine Eingabe einer Wählergemeinschaft, die den Stopp der Planungen fordert, sagte Taebel. Das Verfahren gehe trotzdem aber erstmal weiter. „Das Vorhaben ist von unseren Ausschüssen und vom Landkreis geprüft worden“, betonte Denise Dehning (CDU). Die Nachfrage durch die Eltern sei gegeben, laut dem DRK seien die Plätze fast ausgebucht. „Wir sollten die Waldkita auf den Weg bringen.“

Von Paul Gerlach

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