Sprakensehl und Bokel planen Gründung / Samtgemeinderat verabschiedet Satzung

Grünes Licht für Kinderfeuerwehr

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Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren können in die Kinderfeuerwehren aufgenommen werden. In Sprakensehl und Bokel ist die Gründung von Kinderfeuerwehren geplant.

Langwedel. Den Feuerwehren in der Samtgemeinde Hankensbüttel fehlt der Nachwuchs: Die Führungskräfte sind sich einig, dass die Jugendfeuerwehren zur Nachwuchsgewinnung nicht ausreichen und setzen deshalb auf die Gründung von Kinderfeuerwehren bei der Bekämpfung des demografischen Wandels.

Zwar gibt es in der Samtgemeinde Hankensbüttel noch keine akuten Probleme bei der Sicherstellung des Brandschutzes, doch auch die Aktiven werden immer älter.

So hat die Freiwillige Feuerwehr Steinhorst bereits einen Antrag auf Gründung einer Kinderfeuerwehr gestellt. Der Rat der Samtgemeinde Hankensbüttel gab während der Sitzung im Gasthaus Heidekrug in Langwedel grünes Licht für die Gründung von Kinderfeuerwehren. Auch die Bokeler Feuerwehr möchte, wie berichtet, eine Kinderfeuerwehr gründen.

Der Beschluss des Samtgemeinderates, der unter dem Vorsitz von Inge Elvers (SPD) tagte, fiel einstimmig. Ebenfalls einstimmig wurde die Satzung verabschiedet, in der die Grundsätze über die Organisation der Kinderfeuerwehr in den Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Hankensbüttel festgeschrieben sind.

So ist die Kinderfeuerwehr eine selbstständige Abteilung der Ortswehr. Mitglieder können Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren sein. Geleitet wird die Kinderwehr von einem geeigneten Mitglied, das nicht gleichzeitig Jugendfeuerwehrwart sein darf.

Aufgaben und Ziele sind insbesondere die spielerische Vorbereitung auf die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr, die Erziehung zur Nächstenhilfe und zur Gruppen- und Teamförderung sowie die Förderung der sozialen Kompetenz. Eine Rolle in der Kinderfeuerwehr spielen auch der Sport, das Basteln, die Brandschutz- und Verkehrserziehung sowie der Umweltschutz.

Gegen ein spielerisches Heranführen an Tätigkeiten, zum Beispiel mit der Kübelspritze oder das Erlernen von feuerwehrüblichen Knoten und Stichen, ist nichts einzuwenden, heißt es in den Grundsätzen. Nicht erlaubt sind Maßnahmen, bei denen die Gesundheit der Kinder gefährdet sein könnte, zum Beispiel Wärme, Kälte, Nässe, Druck und Lasten. Auch eine feuerwehrtechnische Ausbildung an und mit Fahrzeugen sowie Geräten der Feuerwehr ist nicht gestattet. Auch wichtig: Die Kinderfeuerwehr führt ihren Dienst getrennt vom Dienst der Jugendfeuerwehr durch.

Aber nicht nur auf Kinder- und Jugendfeuerwehren setzt beispielsweise Gemeindebrandmeister Percy Pfeiff, sondern auch auf die Frauen. Bisher gibt es auf Samtgemeindeebene 33 in den elf Feuerwehren. Die Ortswehren müssten darauf hinarbeiten, mehr Frauen zu gewinnen, dann würden andere Interessierte dazustoßen, hatte Pfeiff im IK-Interview erklärt. Auch während der Generalversammlung der Samtgemeindefeuerwehr am vergangenen Freitagabend in Schweimke hatte der Gemeindebrandmeister das unterstrichen (das IK berichtete).

Zur Erinnerung: Im Landkreis Gifhorn sind mit Stand Januar rund 4800 Feuerwehrmänner und -frauen aktiv. In der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen sind es rund 1000, die gleiche Zahl gilt für die 50- bis 62-jährigen Brandschützer.

In der Samtgemeinde liegt die Zahl im prozentualen Vergleich noch etwas höher. Von den 561 Aktiven sind 164 zwischen 41 und 50 Jahre alt, bei den über 50-Jährigen sind es 140 Feuerwehrmänner.

Von Walter Manicke

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