Hankensbüttel: Verkehrsausschuss empfiehlt Sanierung der maroden Fahrbahn im Zuge von Kanalarbeiten

Grünes Licht für den Karl-Söhle-Weg

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Der Karl-Söhle-Weg soll ausgebaut werden, allerdings wird auf einen teilweisen Rückbau des breiten Einmündungsbereiches aus Kostengründen verzichtet.

Hankensbüttel. Dass der Karl-Söhle-Weg ausgebaut werden soll, das hatte der Rat der Gemeinde Hankensbüttel auf seiner Sitzung im Februar beschlossen (das IK berichtete). Über die Gestaltung sollte sich der Verkehrsausschuss der Gemeinde Gedanken machen.

Während der Sitzung am Dienstagabend im Bürgerhaus wurde die neue Planung vorgestellt. Auch die Kosten. Die überraschten nicht nur den Ausschussvorsitzenden Herbert Buhr (CDU).

Rund 220 000 Euro hat das Planungsbüro Schulz an Baukosten errechnet, inklusive neuer Straßenbeleuchtung. Auch wenn die Anlieger an den Kosten beteiligt werden, erschien das den Ausschussmitgliedern sehr teuer. Die Pläne sahen vor, den sehr großzügigen Einmündungsbereich zur Uelzener Straße hin zurückzubauen. Dort könnte, so Planer Schulz, eine Grünfläche entstehen. Die Straße selbst soll auf einer Breite von 4,50 Metern mit anthrazitfarbenem Pflaster ausgebaut werden. Zwischen dem Gehweg, der durchgehend auf einer Breite von 1,50 Metern mit Rotpflaster ausgebaut werden soll, ist eine Entwässerungsgosse mit Hochbord geplant.

Den Rückbau des Einmündungsbereiches könne man sich sparen, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Dort eventuell Parkplätze anzulegen, dafür sah Dirk Köllner (CDU) keine Notwendigkeit. Der Platz vor der Kirche werde gebraucht, so wie er ist. Gedacht wurde an Hochzeiten, außerdem werde der Platz fürs Aus- und Einsteigen genutzt.

Für Diskussion sorgte ein großer Baum, der ein wenig in den Fußweg hineinreicht. Vom Absägen und dem Pflanzen neuer Bäume war die Rede. Das mögliche Abholzen mochte Ingrid Wrede (FDP) nicht akzeptieren. Die großen Bäume seinen ortsbildprägend in Hankensbüttel, war sie sich mit Peter Dietz (Grüne) einig. Da der Baum, wie sich herausstellte, auf einem Privatgrundstück steht, erübrigte sich die weitere Diskussion.

Der Ausschuss empfahl einstimmig, Straße und Fußweg weitgehend wie geplant auszubauen. Auch ein Hochbord wird es geben, für das sich Thomas Sordel (SPD) stark gemacht hatte – aus Sicherheitsgründen, für Kinder und Fußgänger. Auf den Rückbau des Einmündungsbereiches wird verzichtet. Planer Schulz schätzt, dass dadurch 4000 bis 5000 Euro eingespart werden können. Zudem wird auf die Grünanlagen, die vor dem Parkplatz entstehen sollten, komplett verzichtet.

Der Ausbau des Karl-Söhle-Weges soll im Zuge der Erneuerung des Abwasserkanals unter der Straße erfolgen. Der Wasserverband will die neuen Rohe, wie berichtet, mittig verlegen. Von den Gesamtkosten von 115 000 Euro müsste die Gemeinde einen Anteil von rund 65 000 Euro zahlen. Diese Kosten sind allerdings schon in den Gesamtkosten für den Straßenausbau enthalten.

Von Walter Manicke

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