Berlin: Emmener auf Weltreise durch die Ernährungswirtschaft

Grüne Woche gut besucht

Die Reisegruppe aus Emmen vor dem Eingang Süd der Grünen Woche in Berlin.

sg Berlin. Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) hat einen weiteren Meilenstein in ihrer 87-jährigen Geschichte gesetzt.

Die Niedersachsen-Halle lockt immer wieder viele Besucher an. Fotos: Glasow/Privat

Mit einer Beteiligung von 1630 Ausstellern aus 67 Ländern, der Präsenz von 80 Landwirtschaftsministern von allen Kontinenten und einer starken Zunahme von agrar- und wirtschaftspolitischen Delegationen aus dem Ausland verzeichnete die weltgrößte Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau die bislang höchste internationale Beteiligung seit ihrer Premiere im Jahre 1926. Trotz des schneereichen Winterwetters reisten über 407 000 Besucher an.

Darunter auch eine Reisegruppe aus Emmen, die seit zehn Jahren auf den Spuren der Ernährungswirtschaft wandelt. So richtig auf den Geschmack gekommen sind die Herren, als der Musikzug Emmen zwei Jahre auf der Bühne der Niedersachsen-Halle für Stimmung sorgte. Die Anregung, jährlich durch alle Messehallen unter dem Berliner Funkturm zu gehen, kam vom Vorsitzenden der Refa-Branchenorganisation Nahrung und Genuss Uwe Grebe aus Emmen.

„Auf dem Nahrungsmittelsektor gibt es ständig Veränderungen und hier haben wir die einmalige Chance, an einem Tag den Marktplatz der Nationen zu besuchen“, so Grebe. Beeindruckend war für die Emmener Besucher, die große Vielfalt der weltweiten Ernährungswirtschaft. Über die hervorragend besetzten Länder-Hallen Mecklenburg und Bayern führte der Weg schließlich auch in die Niedersachsen-Halle 20. Unter dem Motto „Niedersachsen – das hat was“ präsentierten sich 63 Aussteller in sieben Ausstellergemeinschaften und zehn Einzelaussteller. Harz und Nordsee, Lüneburger Heide, Elbestrand und Emsland. Allerdings waren die Besucher aus dem Landkreis Gifhorn ein wenig enttäuscht über die Programmgestaltung und optische Darstellung durch die Marketinggesellschaft Niedersachsen. „In anderen Länderhallen wurden die traditionellen Gepflogenheiten mehr herausgestellt, gab es ein größeres Angebot an kulinarischen Spezialitäten und sorgten die musikalischen Beiträge für große Stimmung“, so die Musikexperten. Davon bekam Wilhelm Heerdes vom Büffelhof aus Masel wenig mit, denn seine beiden Wasserbüffel lagen friedlich auf frischem Stroh in ihrer Box.

Nebenan der XXL-Ostfriese Tamme Hanken, der viele Autogrammwünsche erfüllen musste. Schon voll im Bundestags-Wahlkampf, der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten Peer Steinbrück, der auf der Showbühne von Mecklenburg-Vorpommern sein Bestes gab.

Inmitten der Niedersachsen-Halle präsentierte sich die Privatbrauerei Wittingen. Für die Emmener ein versöhnlicher Abschluss einiger weniger Kritikpunkte, denn das Bier aus der Heimat schmeckt immer noch am Besten. Und so steht schon heute fest, dass die Reisegruppe aus dem Isenhagener Land auch im kommenden Jahr wieder die Reise in die Bundeshauptstadt antreten wird.

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