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Großprojekt mit Genossenschaft

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Mitarbeiter des Hilfsprojektes in Butiru beim Einlagern von Mais in der neuen Getreidescheune. Foto: privat

Butiru/Hankensbüttel. Der Hankensbütteler Uganda-Freundeskreis hat in diesen Tagen wieder Elisabeth Mwaka, geborene Schulze, zu Gast, die in Familienangelegenheiten in ihrem früheren Heimatort Wierstorf weilt.

Mwaka, die seit über 20 Jahren viele Hilfsprojekte in Uganda angeschoben hat, wird auch im Rahmen eines öffentlichen Abends über die aktuelle Situation in Butiru berichten, wo unter ihrer Ägide bereits Schulen, medizinische Versorgung, Waisenhilfe und vieles mehr eingerichtet wurden. Dazu sind alle Interessierten am kommenden Mittwoch, 23. November, um 19. 30 Uhr in das Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft am Fillerberg eingeladen.

Hilfe zur Selbsthilfe – das ist der Kern des christlich motivierten Engagements der gelernten Krankenschwester. So wird Mwaka am Mittwoch sicher auch über eins der jüngsten Projekte berichten: den Aufbau einer Genossenschaft. Dafür ist mit Spendengeldern eine Getreidescheune gebaut worden, zudem wurden über 50 Tonnen Mais gekauft und eingelagert.

Die Genossenschaft soll für die Bauern um Butiru ein Instrument sein, bessere Preise für ihre Erzeugnisse zu bekommen. In der Regel wird ein Großteil der Feldfrüchte gleich nach der Ernte an Zwischenhändler verkauft und geht dann nach Kenia oder in den Sudan. Das soll nun anders werden: Die Genossenschaft tritt als Käufer auf, wartet auf steigende Preise (die vor allem in der Trockenzeit zu erwarten sind) und schüttet dann einen Teil des Gewinns an die Bauern aus.

Die einheimische Bevölkerung soll so die Vorteile vorausschauenden Wirtschaftens und einer sinnvollen Lagerhaltung kennen lernen und zudem in vielerlei anderer Weise von der Genossenschaft profitieren, etwa beim Einkauf von Saatgut.

Startkapital für das Großprojekt kam vom Gymnasium Hankensbüttel, dessen Lehrer und Schüler über den Uganda-Freundeskreis 10000 Euro überwiesen haben. Zudem gab die Zahnarztpraxis Hanf eine Zahngoldspende in Höhe von 6500 Euro, der Freundeskreis selbst steuerte weitere 3500 Euro bei. Mwaka hofft nun, irgendwann auch einmal einen kleinen Traktor für die Genossenschaft anschaffen zu können.

Von Holger Boden

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