Hankau Helau: Hankensbüttel feiert Karneval mit Musik, Tanz, Kostümen und guter Laune

Griechen, Bananen, Tagebuch

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Präsident und Moderator Siegfried Cordes wusste die Stimmung anzuheizen, als es am Wochenende auf dem Hankensbütteler Wiethorn wieder hieß: Hankau Helau.

Hankensbüttel. „Tanzende, dicke“ Männer, junge Damen, die die Fußspitzen bis zur Nase werfen und ein Bananenessrekord. Wenn Siegfried Cordes als Chef des Elferrats so etwas präsentiert, ist Hankau Helau angesagt.

Das erkannte das Publikum auch an der Narrenkappe, die der Moderator trug.

Ein altes Tagebuch der Mutter interessierte die Gruppe Freibier ganz besonders.

Drei Prunksitzungen gab es von Freitag bis Sonntag auf dem Wiethorn mit viel Publikum, von Jung bis Alt, in Närrisch oder in Zivil. Vor dem großen Finale nach runden vier Stunden und dem Höhepunkt, dem Marsch der Isefunken, gab es von Gedichten und Geschichten über Tanz, Gesang und Zauberei bis zur Büttenrede alles, außer langweilig. Eine Nuance gemächlicher als in den ganz jungen Jahren ließen es die Queens, diesmal als Cowboys respektive -girls auf der Bühne, und die Red Sparks angehen. Die Mäusegarde tummelte sich zu Beginn ebenfalls auf dem Parkett, pausierte am Samstag. Mit Spannung erwartet wurde vor allem der Auftritt des Elferrats, der sich in gediegene griechische Kostümen geworfen hatten und sich mit den entsprechenden lockigen Frisuren nach der Melodie von „Ich trink Ouzo, und was machst du so?“ im Sirtaki über die Bühne bewegten.

Sirtaki war diesmal beim Elferrat angesagt. Die Narren hatten sich in griechische Kostüme geworfen.

Etwas flotter kamen die Cheers aus dem Bootcamp und mixten auf der Bühne Tanz und Marsch in Uniform. Die Hinterhöfler besangen Skandale und Skandälchen rund um Hankau und setzen die jeweilige Geschichte ins rechte Lied. Sie stellten unter anderem fest, dass der Bürgermeister erstmals nicht im Haupt- sondern im Nachbardorf wohnt. Auch sein Amtsvorgänger Martin Rausch kam auf der Bühne vor. Bauamtsleiter Gödecke beim Friseur mit „Herrn Rausch“ anzusprechen, habe den Vorteil, dass der Haarschnitt leichter gehe, da Gödecke dann die Haare zu Berge stehen, erfuhr man vom jüngsten Büttenredner, Louis Cordes. Und die Akteure der Gruppe Freibier fanden Mutters Tagebuch, in der von der Geburt der Kinder mit allen Erlebnissen vom Geburtskanal bis zum Start im Kreißsaal niedergeschrieben waren.

Der Abschluss am Samstag vor dem Tanz: die Polonaise. Viele Gäste reihten sich ein und feierten mit.

Außer etlichen Premierenauftritten ganz junger Künstler gab es auch die Jubiläen der alten Hasen. Am Freitagabend wurden für 25-jähriges Mitwirken Karsten Kroll und Dirk Dankert und für sein zehnjähriges Jubiläum Christian Hawellek geehrt. Ein dreifach donnerndes Hankau Helau war jedenfalls jedem der Teilnehmer sicher. Und am Ende wurde weitergefeiert. Gemütlich auf den Plätzen, wilder auf der Tanzbühne und artig in der Polonaise.

Von Burkhard Ohse

Hankau Helau 2018: Hankensbüttel feiert Karneval

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