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Grenzen abstecken und diskutieren

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Wie könnte die Gegend künftig aussehen? Die CDU fuhr anvisierte Windparkflächen an. © Fotos: spe

Hankensbüttel. „Wir wollen keine Zerspargelung der Samtgemeinde“, betonte Hankensbüttels Bürgermeisterin und Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Beate Harms, bevor sich die Gruppe um sie auf die Fahrräder schwang. Der CDU-Ortsverband hatte am frühen Dienstagabend die Öffentlichkeit eingeladen, sich mit der Politik die Gebiete anzusehen, für die Anträge für weitere Windräder vorliegen. Insgesamt drei Anträge liegen der Gemeinde Hankensbüttel für weitere Anlagen vor (das IK berichtete). Man wolle alle Beteiligten mit ins Boot holen. Neben CDU-Mitgliedern waren auch interessierte Bürger und die Antragsteller dabei.

Der angedachte Windpark der Eigentümergemeinschaft Harsahl erstreckt sich – als Verlängerung des Windparkes Wettendorf – entlang zwischen Hankensbüttel und Weddersehl bis zur B 244. Zwischen der angedachten Harsahl-Zone und dem Ort Hankensbüttel besteht laut Karte der Verwaltung ein Abstand von 1,2 Kilometern. Das regionale Raumordnungsprogramm schreibt in seiner Richtlinie einen Abstand von einem Kilometer zur Bebauung vor. Unweit des angedachten Harsahl-Gebietes liegt das vergleichsweise kleine Gebiet, das ein Weddersehler Landwirt für Windräder geplant hat, mit einem Abstand von etwa 1,7 Kilometer zu Hankensbüttel.

Die Gruppe schaute sich am Montagabend die betreffenden Flächen an. Harms: „Es ist noch völlig unklar, wo möglicherweise weitere Räder stehen werden.“ Derzeit gehe es darum Grenzen abzustecken. Entschieden sei noch nichts. Währen der Informationsveranstaltung der Gemeinde am Mittwoch, 4. Mai (19 Uhr Bürgerhaus Hankensbüttel) werden entsprechende Karten vorgestellt. Der nächste Bauausschuss ist laut Harms ebenfalls im Mai anvisiert. Die Politik hat zunächst einen Grundsatzbeschluss zu fällen.

Eine Bürgerin sprach während einer Diskussion mit den Antragstellern an, dass Wohnhäuser Wertverluste durch die Anlagen erleiden könnten. Der Weddersehler Landwirt Joachim Cohrs sprach die Möglichkeit eines Bürgerwindparks an, an dem sich Bürger beiteiligen und somit davon profitieren könnten. Dadurch bleibe auch die Wertschöpfung in der Region. Hans-Heinrich Refardt von der Harsahl-Gemeinschaft informierte, dass ein gewisser finanzieller Teil der Einspeisung in der Gemeinde bleiben solle. Außerdem gibt es in der Gemeinschaft den Gedanken, Geld für soziale Angelegenheiten in der Kommune zur Verfügung zu stellen. Er verwies auf die Worte des stellvertretenden ZGB-Direktors, Jens Palandt, dass die Infrastruktur in der Gegend vorangetrieben werden müsse.

Letzter Besichtigungspunkt der Radler war die Feldmark in Verlängerung des Schäferberges in Emmen. Im Tal in Richtung Alt Isenhagen sind dort vier bis fünf Anlagen anvisiert, wie Wilhelm Heerdes erklärte. Dabei handele es sich um eine lose Interessengemeinschaft der Grundeigentümer.

Von Sabine Peter

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