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Gotteshaus in Steinhorst bleibt bis auf wenige Ausnahmen kalt

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Von: Paul Gerlach

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Herrnhuter Stern über dem Eingang der Steinhorster St. Georgs-Kirche.
Der Herrnhuter Stern wird in der Advents- und Weihnachtszeit über dem Eingang der Steinhorster St. Georgs-Kirche den Weg weisen. Die Kirchengemeinde will mit einem kalten Gotteshaus und eingeschränkter Beleuchtung Energie einsparen. © privat

Steinhorst – Auch die Kirchengemeinde Steinhorst setzt in Krisenzeiten auf Energieeinsparmaßnahmen. „Wir werden die St. Georgs-Kirche weitgehend kalt lassen“, sagt Pastor Karsten Heitkamp nach einer Kirchenvorstands-Sitzung im IK-Gespräch. Dennoch gibt es an einigen wenigen Tagen Ausnahmen: So lädt die Kirchengemeinde zum „Steinhorster Abendmahl“ am Sonntag, 30. Oktober, 18 Uhr, in der St. Georgs-Kirche ein. Es sind außerdem einige Adventskonzerte geplant und an Heiligabend ist ein Krippenspiel vorgesehen.

„Wir haben erstmal so geplant wie ohne Corona“, sagt Heitkamp über die Veranstaltungen der nächsten Wochen und Monate. Das hat zu einem guten Teil auch damit zu tun, dass die Beteiligten schlicht noch nicht wissen, wie die Entwicklungen in der nächsten Zeit aussehen und welche Einschränkungen möglicherweise noch kommen.

Kürzere Gottesdienste

In Sachen Heizen ist es laut Heitkamp so, dass in der St. Georgskirche eine Elektro-Fußbodenheizung installiert ist. Sie arbeitet mit günstigerem Nachtstrom und lädt sich mit diesem auf. Es gibt zwei Nachtspeicheröfen. Das heißt allerdings, dass es ab dem Nachmittag in der Kirche wieder kälter wird. „Das ist immer schwierig“, sagt Heitkamp mit Blick auf die Planung von Veranstaltungen. Irgendwann werde man daher auch mal grundsätzlich an die Heiztechnik dranmüssen, aber so weit ist es noch nicht. Jedenfalls müsse das Ganze praktikabel sein. Luftheizung sei für die Inneneinrichtung der Kirche nicht das Beste, Infrarot-Strahlungsplatten seien auch nicht gut. Eine Alternative seien Sitzheizungen, bei denen der Kirchenraum kalt bleibe. Diese hätten aber hohe Anschaffungskosten, vermutet Heitkamp.

Der Pastor hält fest, dass alle diese Systeme strombetrieben seien. Bei so großen Räumen wie Kirchen sei das Thema Heizen eben eine schwierige Angelegenheit. Die Kirchengemeinde habe Decken gekauft, darin könnten sich die Besucher einwickeln. Zudem werde man auf verkürzte Gottesdienste setzen, wie es bereits in Hankensbüttel praktiziert wird.

„Auch an Weihnachten werden wir ins Gemeindehaus und nicht in die Kirche gehen“, sagt Heitkamp. Das Gebäude wird mit Gas geheizt, es lässt sich zielgerichtet aufheizen.

An der Beleuchtung wird ebenfalls gespart. In der Advents- und Weihnachtszeit wird stattdessen wieder der Herrnhuter Stern über dem Eingang der Kirche hängen und so den Weg weisen: Er wird mit der stromsparenden LED-Technik betrieben. Auf die sonst üblichen großen Strahler zum Beleuchten der St. Georgs-Kirche wird verzichtet.

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