Wohnungen, Pferde und Hallen

Gleich vier Bauvorhaben halten Samtgemeinde Hankensbüttel in Atem

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Der Übersichtsplan mit den vier Vorhaben in der Samtgemeinde.

Samtgemeinde Hankensbüttel – Es sind gleich vier Bauvorhaben, die die Samtgemeinde Hankensbüttel derzeit in Atem halten und eine Menge Änderungen am Flächennutzungsplan nötig machen.

In Bokel soll bekanntlich ein derzeit als Sondergebiet „Ferienhäuser“ ausgewiesener Bereich im südlichen Siedlungsbereich an der Straße Zur Günne als Wohnbaufläche dargestellt werden. Laut Planung soll die bestehende Bebauung miteinander verbunden und die Zersplitterung aufgehoben werden. Nach den Angaben des Planers gibt es zu dem Vorhaben keine Bedenken oder Anregungen, es habe nur einige Nachfrage gegeben, die beantwortet werden konnten. Von daher seien die Stellungnahmen zu dem Projekt als „unkritisch“ anzusehen. Entstehen könnten maximal vier Baugrundstücke.

In Wierstorf ist geplant, im Westen im Außenbereich auf einem Grundstück eine neue Maschinenhalle zu errichten. Sie soll zum Abstellen landwirtschaftlicher Maschinen und für die private Holzlagerung genutzt werden. An dieser Stelle soll laut Planung ein klarer Ortsrand ausgebildet werden. Mit der Planung einer gemischten Baufläche wird die Errichtung zusätzlicher baulicher Anlagen vorbereitet. Im Planbereich werden archäologische Bodendenkmäler vermutet. Oberflächenfunde aus der Jungsteinzeit liegen in der Umgebung bereits vor. Der Vorhabenträger soll sich daher frühzeitig mit der Kreisarchäologie Gifhorn in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

In Sprakensehl sind im westlichen Teil des Plangebietes sowie nördlich der Hagener Straße Anlagen für Pferdehaltung (teilweise bereits vorhanden; Wohnhaus, Stall und Reitplatz im westlichen Teil geplant) vorgesehen. Um eine städtebaulich sinnvolle Anbindung an die bestehende Bebauung zu ermöglichen, sollen auch die Siedlungsflächen südlich der Hagener Straße (bisher Kleinsiedlungsgebiet) gemischte Baufläche werden.

In Weddersehl will sich die Zimmerei Christian Kaiser am Bauernende nach Süden erweitern, um eine neue Betriebshalle errichten zu können (das IK berichtete). Dafür soll eine Erweiterungsfläche als gewerbliche Baufläche im F-Plan dargestellt werden. Grünstreifen als Schutzpflanzungen sind vorgesehen. Auch in diesem Plangebiet werden archäologische Bodendenkmäler vermutet, da südlich des Gebietes ein bronzezeitlicher Einzelfund – ein Beil – bekannt ist. Daher gilt dieselbe Vorgehensweise wie in Wierstorf. Laut Angaben des Planers auf Nachfrage von Ingrid Wrede (FDP) wird dokumentiert werden, „was da ist.“ Das bringe gegebenenfalls zeitliche Verzögerungen mit sich. Der Dedelstorfer Bürgermeister Bernd Rodewald geht davon aus, dass dort wohl eher keine großen Funde mehr zu erwarten sind.

Alle vier Vorhaben wurden vom Bauausschuss einstimmig an den Samtgemeinderat empfohlen, der darüber bei seiner Sitzung am Donnerstag entscheiden wird.

VON PAUL GERLACH

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