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Glasfaser-Internetausfall im Nordkreis: Es dauert länger

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Von: Paul Gerlach

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Glasfaserkabel, die in einem Wohngebiet verlegt werden, liegen auf dem Boden.
Der Glasfaser-Internetausfall in Hankensbüttel und im Bereich nördlich davon soll in der Woche ab dem 22. August behoben werden. © dpa

Steimke/Schweimke – Für die Betroffenen ist es eine sehr schlechte Nachricht: Sie müssen mit einer langen Ausfallzeit leben. Nach dem Glasfaser-Internetausfall in Hankensbüttel und im Bereich nördlich davon, insbesondere in Steimke und Schweimke (das IK berichtete), wird das Ausmaß des Schadens nun deutlich – und es ist größer als gedacht.

Bekanntlich war bei Baumaßnahmen versehentlich ein Faserschaden verursacht worden. Das Ganze sollte eigentlich in wenigen Tagen durch ein vom Landkreis beauftragtes, ortsansässiges Unternehmen behoben werden. Doch so schnell wird es mit der Behebung des Schadens nichts. Beim Kreis geht man inzwischen davon aus, dass dies erst in der Woche ab dem 22. August erfolgen kann.

Zur Begründung für die lange Ausfallzeit sagt Kreissprecherin Friederike Steemann auf IK-Anfrage: „Nach neuesten Erkenntnissen sind mindestens zwei Hauptkabel beschädigt.“ Daher müssen sechs Kilometer Kabel bestellt und neu eingeblasen werden. „Ferner ist zu messen, ob weitere Hauptkabel beschädigt wurden.“

Gerüchte, dass es sich um Bauarbeiten des Wasserverbandes Gifhorn handelte, kann der Landkreis nicht bestätigen. Die Kreisverwaltung erläutert auf Nachfrage, dass - Stand 11. August - Standweiterhin 16 Kunden von dem Ausfall betroffen sind.

Jürgen-Heinrich Eggers aus Hankensbüttel – der nach eigenen Angaben ehrenamtlich Menschen dabei unterstützt, dass ihre Anschlüsse von Telekom auf Giffinet umgestellt werden – hatte bekanntlich Ende Juli auf den Ausfall der Glasfaser-Anschlüsse aufmerksam gemacht. Er kann nicht verstehen, warum die Behebung des Schadens so lange dauere, nämlich mehrere Wochen, sagte er am 11. August dem IK. „Für die Zwischenzeit bräuchte es eine technische Zwischenlösung.“ Es könne nicht sein, dass Wasserschäden umgehend behoben werden, aber in der heutigen Zeit Menschen wochenlang ohne funktionierenden Internetanschluss - und damit auch ohne Telefon - auskommen müssten.

Kommentar von IK-Redakteur Paul Gerlach zum Glasfaser-Internetausfall

„Der Ärger ist verständlich“

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Bei den Bauarbeiten wird niemand absichtlich die Glasfaser-Hauptkabel beschädigt haben. Wenn man mit vom Ausfall Betroffenen spricht, ist deren Ärger aber verständlicherweise riesengroß. Gerade in Homeoffice-Zeiten ist man mehr denn je auf stabiles und schnelles Internet angewiesen. Es ist mehr als misslich, wenn die Kunden über Wochen ganz ohne funktionierenden Anschluss dastehen – und es auch keine Lösung zur Überbrückung gibt. Ihr Unmut über die Situation ist nur allzu gut nachzuvollziehen.

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