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Giffinet: Status und Infopolitik sorgen für Verärgerung

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Von: Paul Gerlach

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Ein Glasfaser-Kabel.
Aus der Samtgemeinde Hankensbüttel wird aus den Reihen der Kommunalpolitik und seitens der Verwaltung Kritik in Sachen Giffinet laut. © dpa

Samtgemeinde Hankensbüttel – Kritik in Sachen Giffinet gibt von Seiten von Bürgern immer wieder. Diese geht auf (technische) Probleme im Glasfasernetz zurück oder dreht sich um die Info- und Kommunikationspolitik des Betreibers net services (das IK berichtete). Bei der Hankensbütteler Samtgemeinderatssitzung wurde jetzt auch Kritik aus den Reihen der Kommunalpolitik und seitens der Verwaltung geäußert.

Ratsherr Markus Holz (CDU) monierte, dass er in Sachen Giffinet-Anschlüsse den Eindruck habe, dass seit einem Jahr – spitz formuliert – „nichts passiert“ sei, und es insgesamt nicht besser geworden sei. Dieser Eindruck könne aber auch an der unternehmensseitigen Kommunikationspolitik liegen, so Holz. Man habe die Betreiberseite einmal nicht öffentlich eingeladen und einmal bekanntlich zur Infoveranstaltung in der Mensa des Hankensbütteler Gymnasiums im März 2022.

Der Hankensbütteler Rathaus-Chef Henning Evers, der nach eigenen Angaben mit Giffinet regelmäßig im Austausch steht, teilte Holz’ Einschätzung bei der Sitzung. 350 Haushalte seien im ersten Cluster noch nicht angeschlossen, so Evers. Er warte noch auf Rückmeldung, nachdem er zuletzt erneut aktiv auf den Betreiber zugegangen sei. Er sei „ziemlich enttäuscht“ von der Kommunikation des Unternehmens. Seine Geduld sei abgelaufen. Falls es eines der Ziele der Infoveranstaltung gewesen sein sollte, den Druck auf den Betreiber zu erhöhen, so müsse man im Nachhinein festhalten, dass dies gescheitert sei.

Auf IK-Anfrage versichert Betreiber net services, dass es „durchaus in unserem Sinne ist, alle Kunden anzuschließen und wir haben Verständnis für den Unmut der Bürger“, sagt Prokuristin Inga Lassen. Es gebe nach wie vor Anschlüsse aus dem ersten Vermarktungsgebiet der weißen Flecken, die nicht funktionsfähig errichtet worden seien. Laut aktuellem Plan sollen demnach alle nicht funktionsfähigen Anschlüsse bis Ende Februar 2023 funktionsfähig sein. Lassen: „Wir werden diese sobald möglich mit höchster Priorität in den Anschaltprozess aufnehmen.“ Betroffene Kunden würden informiert.

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