1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Hankensbüttel

Giffinet: Faserschaden trifft 16 Kunden im Nordkreis

Erstellt:

Von: Paul Gerlach

Kommentare

Ein Glasfaserkabel wird in einen Router gesteckt.
16 Giffinet-Anschlüsse sind im Nordkreis ausgefallen, der Schaden wird aktuell behoben. © dpa

Gemeinde Obernholz – Bei Baumaßnahmen ist jetzt versehentlich ein Faserschaden verursacht worden: Die von dem Ausfall im Bereich nördlich von Hankensbüttel betroffenen 16 Giffinet-Kunden sind nach Angaben von Betreiber net services alle unmittelbar informiert worden. Die Behebung des Schadens sei bereits in die Wege geleitet worden, das Ganze soll in wenigen Tagen durch ein vom Kreis beauftragtes, ortsansässiges Unternehmen behoben sein.

In einer gemeinsamen Antwort des Landkreises Gifhorn und von net services auf IK-Anfrage heißt es, dass grundsätzlich im Falle einer Störung, die nicht durch die Kundin oder den Kunden verursacht wurde, eine Info direkt an diese/n rausgehe.

Jürgen-Heinrich Eggers aus Hankensbüttel – der nach eigenen Angaben ehrenamtlich Menschen dabei unterstützt, dass ihre Anschlüsse von Telekom auf Giffinet umgestellt werden – machte am vergangenen Freitag, 29. Juli, auf den Ausfall der Glasfaser-Anschlüsse aufmerksam. Eggers steht dazu mit dem Landkreis und net services in Kontakt. Denn auf der Giffinet-Homepage sei bis dato nichts zu dem Vorfall zu lesen. Eggers ging am vergangenen Dienstag, 2. August, von einem Totalausfall aus, nach seinen Schätzungen seien 50 bis 100 Anschlüsse betroffen. „Wir können weder einen flächendeckenden Totalausfall noch einen Ausfall von 100 Kundinnen und Kunden bestätigen“, hieß es dazu am Mittwoch, 3. August, durch den Landkreis und net services. Eggers verweist dennoch darauf, dass nach seiner Kenntnis alleine in Steimke und Schweimke mehrere Anschlüsse betroffen sind.

Spleißen der Fasern

Unabhängig von dem Vorfall, weist Eggers auf technische Details bei den Glasfaser-Anschlüssen hin: Demnach werde seines Wissens nach bei den vom Kreis errichteten Anschlüssen nicht nur die eine benötigte Glasfaser gespleißt, sondern mehrere. Hingegen werde bei den Anschlüssen durch net services nur eine Faser gespleißt, die fünf weiteren Fasern würden abgeschnitten. Sein Eindruck: So gängele man Kunden und verhindere später den barrierefreien Zugang von Wettbewerbern. Bei Giffinet gebe es Kunden 1. Klasse (vom Landkreis) und 2. Klasse (von net services), kritisiert er. In der Antwort auf eine entsprechende IK-Anfrage heißt es, dass die technische Vorgehensweise beziehungsweise der Aufbau eines Glasfaser-Anschlusses vom Bürger missverstanden worden zu sein scheine: Grundsätzlich werde eine Faser gespleißt und die weiteren Fasern dienten als Ausfallreserve. Diese eine Faser werde von dem Anbieter mit Signalen bespielt, der den entsprechenden Anschluss versorgt. Es gebe nicht eine Leitung je potenziellen Anbieter, da nur ein Anbieter zur Zeit einen Anschluss versorgt. Dieselbe Leitung könne via Durchleitungsgebühr auch von anderen Telekommunikationsunternehmen zur Versorgung genutzt werden. Dies hänge nicht mit der Anzahl der gespleißten Fasern innerhalb des Gebäudes zusammen.

Sollte diese eine Faser beschädigt werden, dann könne kurzfristig eine der Reserveleitungen genutzt werden. Auch wenn mehrere Anbieter also auf einem Netz seien, bleibe die Anzahl der Fasern in die Wohneinheiten unverändert, wird festgehalten.

Auch interessant

Kommentare