Auch mehr Helfer sind gefragt

Gewerbeverein sucht neuen Vorsitzenden: „Wir brauchen die Manpower“

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Beim Weinfest und beim Weihnachtsmarkt in Hankensbüttel bekam der Gewerbeverein in 2018 nur wenig Unterstützung von Helfern beim Auf- und Abbauen. Das ist einer der Punkte, die verbessert werden sollen, denn es mangelt an Engagement.

Hankensbüttel – Grundsätzliche Fragen wurden am Dienstag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Hankensbütteler Gewerbevereins im Gasthaus Pasemann in Emmen gestellt: Wie geht es weiter? In welche Richtung will der Gewerbeverein sich entwickeln und was soll er leisten?

Was ist den Mitgliedern wichtig? Und ganz generell: Soll der Gewerbeverein überhaupt noch etwas leisten? Ist man noch wichtig für den Ort?

Den Stein für diese Überlegungen ins Rollen gebracht, hat die Ankündigung von Arnd Meyer jun., seinen Vorsitz abzugeben, da er beruflich noch stärker gebunden sein wird als bislang. Am Mittwoch, 27. Februar (19.30 Uhr im Gasthaus Zur Linde in Hankensbüttel) wird der Gewerbeverein bei einer Versammlung über seine Nachfolge entscheiden. Bis dahin werden Gespräche mit drei jungen Mitgliedern geführt, die am Dienstag Interesse zeigten, in die Bresche springen zu wollen.

In Emmen wurde aber auch klar, dass die Mitglieder mit überwältigender Mehrheit den Gewerbeverein fortführen wollen. Ebenso wurde breite Unterstützung dafür signalisiert, beim Auf- und Abbau bei Gewerbevereins-Veranstaltungen wie Weinfest oder Weihnachtsmarkt deutlich mehr zu helfen.

Denn an einer tatkräftigen Unterstützung vor Ort mangelte es in 2018 – und teils auch schon in den Jahren zuvor – deutlich, hatte Meyer jun. zuvor moniert. „Das ist schade, man fühlt sich dann auf verlorenem Posten.“ Mit seinem Rückzug aus der ersten Reihe – nach 25 Jahren an der Spitze – verband er daher den dringenden Appell an die Mitglieder, dass sich dies unbedingt verbessern muss. „Wir brauchen die Manpower“, unterstrich Schriftführerin Gunda Wolter.

Generell sieht Meyer jun. den Gewerbeverein gut aufgestellt. Die Aktivitäten würden immer viel Spaß machen, der Vorstand sei super und für die Organisation der vier Veranstaltungen pro Jahr verfüge man über ein eingespieltes Team. „Es wäre schade, wenn man das alles über Bord wirft.“ Daher sei ein Ruck durch den Verein nötig.

Das zeigte sich auch bei den Äußerungen im weiten Rund an diesem Abend. Es gab einige Stimmen, die auf Missstände aus ihrer Sicht hinwiesen: Dazu zähle, dass nicht alle zusammenstehen, es an gegenseitigem Rückhalt mangele und manche Mitglieder sich vor dem Mitanpacken drücken würden. Genauso gab es aber auch einige Mitglieder, die klarmachten, dass sie für den Ort etwas bewegen möchten und ihn attraktiv halten wollen.

In Emmen kam zur Sprache, dass der Bauhof bei der Organisation der Veranstaltungen womöglich zukünftig hinzugezogen werden könnte. Bürgermeister Dirk Köllner kündigte die volle Unterstützung für den Gewerbeverein durch den Gemeinderat an: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht.“ Ebenso sei ein großer Teil Eigeninitiative gefragt, die vom Gewerbeverein kommen müsse.

VON PAUL GERLACH

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