2 von 14 Förderanträgen abgelehnt

Für geplante Sanierungen in Langwedel und Schweimke gibt’s kein Geld

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Für die vorgesehene Sanierung der Straße Am Buschfeld in Langwedel – von der Kreuzung am Gasthaus Heidekrug bis zur K 87 – gibt es keine Dorfentwicklungsgelder.

Schweimke/Langwedel – In die Samtgemeinde Hankensbüttel fließt über die Dorfentwicklung in 2019 und auch den nächsten Jahren eine Menge an Fördergeldern: 12 von 14 Anträgen beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) wurden bewilligt.

Abgelehnt wurden aber die geplanten Vorhaben in Schweimke und Langwedel: bei Ersterem die Sanierung der Ortsdurchfahrt und bei Letzterem die Sanierung der Straße Am Buschfeld.

Das gilt auch für die geplante Sanierung der Schweimker Ortsdurchfahrt: Der Antrag wurde abgelehnt.

Bei dem Projekt in Schweimke wurde der für eine Förderung nötige Schwellenwert von mindestens 50 Punkten im Bewertungsschema deutlich verfehlt. Der durch die Kommune eingelegte Widerspruch wurde bereits abgewiesen. Der Obernholzer Bürgermeister Werner Rodewald zieht seine Konsequenzen und will den anderen Ratsleuten vorschlagen, Maßnahmen aus dem öffentlichen Bereich über die Dorfentwicklung nicht mehr zu beantragen. Gebaut werden solle generell aber weiterhin – mit einem am Ende ähnlichen Ergebnis. „Wenn wir nicht zum Zuge kommen, werden wir uns unseren altbewährten Sparsamkeitsrichtlinien unterwerfen.“ Auf einfache Art könne so die Befahrbahrkeit der Straßen und Wege erhalten werden. Die Nichtveranlagung gelte als Grundsatz weiterhin.

Bei der vorgesehenen Am-Buschfeld-Sanierung in Langwedel wurde beim Antrag zwar der Schwellenwert erreicht, aber laut Dr. Klaus Thomas vom ArL hat das zur Verfügung stehende Geld dafür nicht mehr ausgereicht.

Ohnehin handele es sich bei den beiden abgelehnten Anträgen jeweils um Straßenbau-Maßnahmen, die bei der Bewertung nicht die Wertigkeit, wie etwa Dorfgemeinschaftshäuser, hätten, und zudem „relativ teuer“ gewesen wären. Die Geldtöpfe seien nicht unendlich.

Nichtsdestotrotz könnte für Langwedel ein erneuter Förderantrag gestellt werden. Ob dies geschehen soll, „muss in Kürze politisch neu beraten werden“, sagt der Dedelstorfer Bürgermeister Bernd Rodewald. Vielleicht werde auch noch eine Anliegerversammlung gemacht. „Das hätten wir bei einer Förderung ja auch gemacht.“

Die Region Südniedersachsen mit den Landkreisen Göttingen, Northeim, Holzminden und Goslar erhält beim Bewertungsschema – seit Inkrafttreten der ZILE-Richtlinie zum 19. August 2015 – einen Zuschlag wegen ihrer Strukturprobleme. „Dass es dort zehn Punkte mehr schon von vorneherein gibt, macht schon einen Unterschied“, moniert Werner Rodewald. Infrastrukturell und demografisch sehe er keine großen Unterschiede zu Schweimke. Ihm sei eine gute Erschließung in den Kommunen wichtiger „als Pflaster und viele Bäume“. Dorfgemeinschaftshäuser und Schützenhäuser immer weiter aufzurüsten, sei für ihn auch „keine echte Option“. Dass andernorts teils „nackter Straßenbau“ gefördert werde, kann Werner Rodewald nicht nachvollziehen.

VON PAUL GERLACH

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