Steinhorster Grundschule Kunterbunt wird bienenfreundlich – mit summender Verstärkung und 500 Krokus-Zwiebeln

Gemeinsam gegen das Insektensterben

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Den Schülern der Steinhorster Grundschule Kunterbunt soll durch das Projekt das Insektensterben bewusst gemacht werden. Alle werden dabei eingebunden, eine bienenfreundliche Umgebung für die Schule zu schaffen. 

Steinhorst. Die Steinhorster Grundschule Kunterbunt möchte erneut die Auszeichnung Umweltschule bekommen – und verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem alle Schüler eingebunden werden und der nahezu das komplette Schuljahr ausfüllt.

Das Umfeld der Schule soll bienenfreundlich gestaltet werden. Eine gemeinsame Aktion gegen das Insektensterben.

Lehrerin Anne-Kathrin Borchers erläutert im IK-Gespräch das Projekt, das für die Bewerbung um den Titel „Umweltschule“ speziell ins Auge gefasst wurde. Zu Beginn des Schuljahres hatten die Mädchen und Jungen an zwei Projekttagen bereits ein Insektenhotel gebaut. Dieses kann im Brauel hinter der Grundschule bestaunt werden (das IK berichtete). Doch dabei soll es längst nicht bleiben.

Der Bienenstock sieht aus wie die Grundschule: Das Volk überwintert im Garten von Familie Bader.

In Zusammenarbeit mit dem Steinhorster Imker Chris Bader gestalteten die Schüler einen kunterbunten Bienenstock. „Er sieht aus wie unsere Grundschule“, sagt Borchers. Zuvor hatte Bader den Schülern das Leben der Bienen durch einen vielfältigen, sehr anschaulich gestalteten Vortrag nähergebracht. Mittlerweile ist das Bienenvolk „Kunterbunt“ eingezogen und steht zum Überwintern im Garten von Familie Bader. Dort durften die Schüler in Schutzanzügen ganz nah heran und konnten die Bienen live beobachten.

Damit die Bienen im Frühjahr genug Nahrung finden, haben die Kinder Zwiebeln von 500 Krokussen auf dem Schulhof eingepflanzt. Trotz des strömenden Regens waren die Schüler mit Eifer dabei.

Borchers berichtet, dass die Grundschüler von dem Thema fasziniert sind. „Sie sind immer ganz gespannt, wenn Herr Bader kommt.“ Der Imker sei schon mehrfach in der Schule gewesen, einmal waren die Schüler zu Besuch bei ihm. „Er erklärt die Thematik anschaulich in kindgerechter Sprache“, sagt Borchers. So hätten die Schüler etwa gelernt, wie man einen Bienenstock winterfest macht – durch das Einfüttern des Volkes und eine entsprechende Gewichtskontrolle des Stockes. Dessen Flugschlitz wurde zudem gegen Mäuse gesichert.

„Das Thema deckt das ganze Schuljahr ab“, betont Borchers das groß angelegte Konzept. Die ganze Schule sei daran beteiligt: Auch die Primar C als Außenstelle der Eichenwaldschule Wittingen mache mit.

Von Paul Gerlach

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