Gemeinde will Mitspracherecht

Hier stand bis vor ein paar Tagen das Deutsche Haus. Einen Investor für die Fläche gibt es bisher nicht.

Hankensbüttel - Von Sabine Peter. Eine örtliche Bauvorschrift für die Hindenburgstraße und die Bahnhofstraße in Hankensbüttel soll der Gemeinde die Möglichkeit geben, bei möglichen künftigen Veränderungen im Ortskern ein Mitspracherecht zu haben. Hinsichtlich des Abrisses des Deutschen Hauses (das IK berichtete) ist das Thema gerade aktuell. Was wird aus der entstandenen freien Fläche? In einer interfraktionellen Sitzung hatte sich die Politik der Gemeinde bereits mit dem Inhalt der Bauvorschrift auseinander gesetzt.

Während der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses der Gemeinde Hankensbüttel meinte Gemeindedirektor Heinz Gödecke, dass der Inhalt der Bauvorschrift noch einmal überarbeitet werden müsse. Die Ausschussmitglieder stimmten dem zu. „Wir freuen uns über Investoren, wollen aber ein Mitspracherecht bei Veränderungen haben“, erklärte der Ausschussvorsitzende Dirk Köllner (CDU). Eine entsprechende Satzung ist daher nötig. Der Abriss weiterer Gebäude ist der Verwaltung nicht bekannt.

Hankensbüttels Bürgermeisterin Beate Harms erläutert auf IK-Nachfrage, dass in der Bauvorschrift beispielsweise festgehalten wird, wie viele Stockwerke ein Gebäude haben darf oder welche Materialien verwendet werden dürfen. Bauten, mit denen die Politik oder auch die Bürger selbst nicht einverstanden wären, sollen somit versucht eingeschränkt oder gar verhindert zu werden.

Über Geschmack lässt sich aber bekanntlich streiten und so wurde während der interfraktionellen Sitzung der Hankensbütteler Politik heiß diskutiert. Die Meinungen würden auseinander gehen. „Nach unserer Idealvorstellung möchten wir uns mit einem potenziellen Investor an einen Tisch setzen“, sagt Harms.

Einen Investor für die Fläche, auf der bis letzte Woche das Deutsche Haus stand, gibt es derzeit definitiv nicht, erklärt die Bürgermeisterin. Interessenten sind aber willkommen. Man stehe auch neuen Geschäften aufgeschlossen gegenüber. Letztlich würde aber der Gemeinderat über die Pläne eines Investors diskutieren.

Bis sich im Ortskern aber etwas Neues tut, soll die Fläche optisch schön aussehen, wenn alle Reste des Abrisses beseitigt sind, wünscht sich Harms. Mit einfachen Mitteln könne der Platz verschönert werden, wobei aber das Gespräch mit der Eigentümerin gesucht werden müsse. Wenn feststeht, welche Auflagen und Elemente die Bauvorschrift enthalten soll, wird seitens der Verwaltung die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und die öffentliche Auslegung vorgenommen.

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