Gemeinde Steinhorst stellt Überlegungen an, welche Projekte beim Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden könnten

Wie geht’s in den nächsten 10 Jahren weiter?

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Die Sanierung des Hauses der Gemeinde in Steinhorst ist als ein mögliches Projekt bei der Dorferneuerung im Gespräch.

Steinhorst. Am Anfang der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Samtgemeinde Hankensbüttel als eine von 15 Dorfregionen in Niedersachsen bei der Fortschreibung des Dorferneuerungsprogramms ausgewählt wurde (das IK berichtete).

In der Gemeinde Steinhorst werden – und wurden auch schon vor der Bekanntgabe – Ideen gesammelt, welche Projekte ins Programm mit aufgenommen werden könnten.

Bisher sind ein interkommunales „Entwicklungsstrategiepapier Infrastruktur und Daseinsvorsorge“ erstellt sowie ein Förderantrag gestellt und bewilligt worden. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung und Fortschreibung eines interkommunal und überörtlich verbindlich abgestimmten Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes (IEK) mit einer Liste möglicher Projektideen für investive Maßnahmen.

„Wir müssen uns Gedanken machen, was wir als Gemeinde Steinhorst in dem Konzept mitaufnehmen möchten: Was sollte in den nächsten zehn Jahren hier in der Gemeinde passieren“, erläuterte Dieter Bieber von der Verwaltung die weitere Vorgehensweise in der jüngsten Sitzung des Steinhorster Bauausschusses. Jede mögliche Idee und Gedankenspielerei sollte nach seinen Angaben aufgenommen werden, da sonst eine Förderung im Rahmen der beiden Programme nicht möglich sei. Auf einhellige Zustimmung traf der Vorschlag von Jörg Frischmuth (SPD), dass auch die Steinhorster Bürger hier ihre Wünsche und Vorstellungen äußern und einbringen können. Die Ratsmitglieder können direkt darauf angesprochen werden. „Die Bürger können sich auch im Gemeindebüro melden“, sagte Bieber. Im Gespräch sind unter anderem die Sanierung und Umnutzung des Hauses der Gemeinde, das Nahversorgungskonzept Steinhorst, die Einrichtung eines Dorfversorgungsservices und der Ausbau mobiler Versorger. Außerdem könnten die Erweiterung des Angebotes des Schulmuseums durch Umgestaltung vorhandener Räumlichkeiten und eine Verbesserung der technischen Ausstattung, zum Beispiel durch die Kreisvolkshochschule im Haus der Gemeinde oder im Tagungshaus des Schulmuseums, aufgenommen werden.

Es sollen möglicherweise eine Leerstandsberatung geschaffen, Fördermöglichkeiten – auch für einen Rückbau – aufgezeigt und alternative Wohnformen ermöglicht werden. Angedacht sind zudem die Umgestaltung des Straßenraumes und die Schaffung eines Fahrradstreifens in der Ortsdurchfahrt Steinhorst an der L 282, um die hohe Unfallgefahr für Fahrradfahrer zu minimieren.

Der Gefahrenpunkt an der Lachtebrücke am Stauwehr für Fußgänger und Radfahrer könnte durch eine neue Brücke beseitigt werden. Die Wegeführung von der Marktstraße zum Friedhof und zu den Sportstätten soll verbessert werden. Die Enden der Dammstraße sollen umgestaltet werden, um ihr den Abkürzungscharakter zu nehmen und sie als Dorfstraße mit vielen Infrastruktureinrichtungen aufzuwerten. Ortseingänge könnten aufgepflastert oder verengt werden, um geschwindigkeitsmindernde Effekte zu erzielen.

Außerdem ist eine Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Räderloh im Gespräch – unter der Orientierung am vorhandenen Bestand einschließlich des Sommerweges. Das Erscheinungsbild soll dabei erhalten bleiben.

Von Paul Gerlach

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