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Gemeinde Sprakensehl ruft nach stationärem Blitzer in Hagen

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Von: Hans-Jürgen Ollech

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Beim Kreis Gifhorn soll ein stationärer Blitzer in Hagen beantragt werden.
Beim Kreis Gifhorn soll ein stationärer Blitzer in Hagen beantragt werden. © Morrison, Max

Sprakensehl – Der Antrag auf Beschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes durch die Gemeinde Sprakensehl, der von Ratsfrau Irmgard Pfeffer (Grüne) gestellt wurde, wurde im Rat befürwortet. Der Kauf wurde mit sechs Ja-Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen.

Ein bisher eingesetztes Leihgerät hat an vielen Straßen und Ortseinfahrten innerhalb der Gemeinde gezeigt, dass die Fahrzeuge durchweg viel zu schnell fahren und damit die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Die Auswertung der Daten für Hagen ergab, dass 85 Prozent der Fahrzeuge im Durchschnitt mit 63 km/h durch den Ort fahren.

Für den Kauf des Gerätes stellt die Gemeinde im Haushalt 2023 insgesamt 5000 Euro ein. Zudem beinhaltet der Ratsbeschluss, bei der Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde zu beantragen, dass sogenannte „weiße Zäune“ aufgestellt werden. Die Holzzäune, die Ratsherr Martin Düvel vorgeschlagen hatte, sollen an den Ortseingängen positioniert werden, um Autofahrer zum Drosseln der Geschwindigkeit zu veranlassen. Ferner soll dem Beschluss zufolge ein Antrag zum Aufstellen eines stationären Blitzgerätes an der L 280 in Hagen an den Landkreis Gifhorn gerichtet werden. Den Rasern soll so Einhalt geboten werden.

Baugebiet für Bokel?

Darüber hinaus stimmte der Rat einer Satzung über die Benutzung und das Erheben von Gebühren für die Freibäder in Sprakensehl und Bokel zu. Diese Satzung wurde notwendig, um künftig von der Umsatzsteuer befreit zu sein. Aufgrund der Einführung des Paragrafen 2b des Umsatzsteuergesetzes wird die Gemeinde Sprakensehl in einigen Bereichen ab dem 1. Januar 2023 umsatzsteuerpflichtig. Die Nutzung der Freibäder in Bokel und Sprakensehl soll aufgrund der geringen Beiträge beziehungsweise Beanspruchung möglichst von der Umsatzsteuer ausgenommen werden. Insofern war es wichtig, dass die Gemeinde nun diese Satzung erlassen hat.

Diskutiert wurde bei der Sitzung unter dem Punkt „Verschiedenes und Anfragen“ auch das Bepflanzen von bestimmten Straßen- und Gemeindebereichen mit Bäumen in der Gemarkung der Gemeinde einschließlich der Ortsteile und das Anlegen von Blühstreifen oder Blühwiesen auf gemeindlichen Flächen.

Auch ein Antrag eines Bokeler Bürgers auf Genehmigung eines Baugebietes nach einem Ortstermin mit dem Investor zur Aufstellung eines Bebauungsplanes war ein Thema, das verfolgt werden soll. Wichtig sei dabei, dass man bezüglich der Ausweisung von zukünftigen Baugebieten auch die anderen Ortschaften mit einbinde, sagte Ratsherr Matthias Röling-Müller. Ratsfrau Pfeffer wies auf eine Sitzung des Landkreises Gifhorn hin, die sich mit dem Ausweisen von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen beschäftigt. Dies sollte auch in der Gemeinde Sprakensehl Beachtung finden, da die Planungshoheit immer bei der Gemeinde liege, sagte Pfeffer.

Pläne für Tiny Houses

Bei der Einwohnerfragestunde ging es unter anderem um das Errichten von Tiny Houses, also Mini-Häusern, hinter dem Dennhorn. Dazu sagte Bürgermeisterin Christiane Fromhagen, dass es dabei nicht um die Errichtung im Dennhorn, wie über Gerüchte verbreitet wurde, sondern eben hinter dem Dennhorn gehe.

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