Hankensbütteler Etat besonders belastet / Busbahnhof ist 2020 an der Reihe

Gemeinde Hankensbüttel hat schwer zu knabbern

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Der Hankensbütteler Busbahnhof soll 2020 saniert werden. 350.000 Euro sind dafür an Baukosten vorgesehen.
  • Paul Gerlach
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Hankensbüttel – Von einem ausgeglichenen Haushalt in 2020 war die Gemeinde Hankensbüttel nach aktueller Planung ohnehin ein gutes Stück entfernt: Durch die geplante Erhöhung der Samtgemeinde-Umlage um 400 000 Euro (das IK berichtete) wird die Gemeinde, die 51 Prozent an der Umlage zu tragen hat, nun besonders belastet.

Gerechnet wird fürs nächste Jahr mit einem Minus von 542.100 Euro.

Der Haushaltsausschuss empfahl daher am Montagabend einstimmig an den Rat, dass der Höchstbetrag für Liquiditätskredite – die für die rechtzeitige Leistung von Auszahlungen in Anspruch genommen werden dürfen – um eine halbe Million auf 1,5 Millionen Euro hochgesetzt wird. Gleichzeitig soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass bei Bedarf ein Darlehen von 500.000 Euro aufgenommen werden darf.

Der Fehlbedarf kann laut Verwaltung durch die Rücklagen aus den Vorjahren gedeckt werden. Der Kassenbestand sinkt damit bis Ende nächsten Jahres aber auch um rund 1,2 Million Euro. Ab 2022 sind wieder Überschüsse vorgesehen. Der Schuldenstand soll Ende 2020 bei etwa 460.000 Euro liegen, erläuterte Haushalts-Expertin Nicole Zergiebel von der Verwaltung. Insgesamt 300.000 Euro an Schulden habe die Kommune durch das Ablösen von zwei Darlehen abbauen können. „Das ist eine beträchtliche Summe.“

Gute Nachricht für die Bürger: Eine Erhöhung der Hebesätze für 2020 ist derzeit nicht geplant. Die größte Maßnahme im Haushalt ist, wie im Vorjahr, die Unterhaltung der Gemeindestraßen (200 200 Euro) und der Wirtschaftswege (120.000 Euro). Als Kosten fallen außerdem die Bebauungs- und Flächennutzungs-Pläne mit 145 000 Euro (teilweise Erstattung durch Vorhabenträger) und die Personalkosten mit 219 300 Euro an.

Als größere Investitionen in 2020 sind 400.000 Euro für den Grunderwerb eines neuen Baugebietes in Hankensbüttel eingeplant, außerdem beteiligt sich die Gemeinde an den Kosten für die geplanten Baumaßnahmen des Wasserverbandes Gifhorn mit 200.000 Euro. Die Sanierung des Busbahnhofes ist mit 350.000 Euro veranschlagt (Förderung von 280.000 Euro).

100.000 Euro sind es für die neuen HSV-Sportplätze an der Schmiedestraße, je 50 000 Euro für Grundstücksankäufe für Ausgleichsflächen und für den Zuschuss an die Kirchengemeinde bei der Gestaltung des Ortskernes sowie 20.000 Euro für die KMU-Förderung. Für die Neuordnung der Spielplätze sind 90.000 Euro vorgesehen (es gibt Fördermittel von 59.400 Euro), für die Maßnahme Freizeitgelände Bachwanderweg / Musental sind es 500.000 Euro an Baukosten (333.000 Euro fließen durch Fördergelder zurück). Für den Bauhof soll im nächsten Jahr ein Gräter für 10.000 Euro beschafft werden.

VON PAUL GERLACH

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