Windkraft: „Erkleckliche Erträge“

Gemeinde Obernholz muss aber Minus im Etat 2019 mit Rücklagen abdecken

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Eines von zwei Windrädern bei Steimke: Die Anlagen im Gemeindegebiet sorgen für „erkleckliche Beiträge“ für das Säckel der Kommune, sagt der Bürgermeister Werner Rodewald. 

Gemeinde Obernholz – Unterm Strich wird am Ende nach derzeitigem Stand ein Minus stehen: Im Haushalt 2019 der Gemeinde Obernholz entsteht voraussichtlich ein Fehlbedarf von 61. 300 Euro.

Positiv sieht die Entwicklung bei den Einnahmen in Folge der Windkraft-Nutzung aus. „Es gibt erkleckliche Erträge“, sagte Bürgermeister Werner Rodewald. Diese seien auch noch „erheblich steigerungsfähig“.

Auch im Haushalt für 2020 ist laut der Planung ein Minus von 28 .200 Euro vorgesehen, erst ab 2021 werden voraussichtlich wieder Überschüsse entstehen.

Da Rücklagen vorhanden sind, kann der Fehlbedarf in 2019 gedeckt werden, es braucht kein Haushaltssicherungskonzept aufgestellt werden. Die Zahlen wurden so angesetzt wie im Vorjahr – von den Maßnahmen bei der Dorfentwicklung abgesehen. Bei der Bushaltestelle in Wettendorf hofft die Kommune weiterhin auf einen Förderbescheid. Die Baumaßnahme wird in die Ausschreibung des Landkreises für die vorgesehene Sanierung der Ortsdurchfahrt mitaufgenommen und soll in einem Rutsch erledigt werden.

Der alte Haushaltsansatz beim Steimker Schützenhaus wurde um 2.500 auf 5.000 Euro erhöht. Für die Straßenunterhaltung werden 40.000 Euro veranschlagt, für die Unterhaltung der Wirtschafts- und Forstwege 20 .000 Euro. In 2019 werden wieder die ursprünglichen Gewinnanteile aus der LE-/EVW Beteiligung gezahlt, nachdem es in 2017 und 2018 größere Ausschüttungen gab. Daher erhält die Kommune 21 .200 Euro weniger.

In 2019 sind auch durch den Anstieg der Steuerkraft in der Gemeinde in 2017/2018 höhere Umlagen zu zahlen: Die Kreisumlage steigt um 40 .600 Euro, die Samtgemeindeumlage von 398 .000 auf 474. 000 Euro.

In die Erweiterung des Ortsnetzes bei der Straßenbeleuchtung sollen im nächsten Jahr 5.000 Euro investiert werden. Beim Forstwegebau beträgt der Eigenanteil der Gemeinde 4.600 Euro. Je zwei Bushaltestellen in Wettendorf und Steimke sollen barrierefrei umgebaut werden – mit einem Eigenanteil von 24 .000 Euro. Bei der Dorfentwicklungs-Maßnahme Schweimker Ortsdurchfahrt sollen 132 .500 Euro investiert werden.

Es sind keine Darlehensaufnahmen notwendig, der Kassenbestand wird ausreichen. Dieser wird Ende 2019 voraussichtlich etwa 239. 200 Euro betragen, in 2019 ist ein Abgang an Liquidität von 210 .100 Euro geplant. Zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen sind 90 .000 Euro Liquiditätskredite eingeplant.

Der Stellenplan mit einem geringfügig beschäftigten Kommunalarbeiter wurde einstimmig beschlossen. Der Haushaltsplan wurde bei einer Gegenstimme verabschiedet.

Von Paul Gerlach

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