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Gemeinde muss geduldig sein

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Wer in Zukunft in der Hankensbütteler St. Pankratiuskirche predigen wird, ist noch ungewiss. Archivfoto: Peter

Hankensbüttel. Seit Mitte des Monats steht die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hankensbüttel ohne Pastor dar. Pastor Jens Seliger wurde vor knapp drei Wochen verabschiedet. Die Kirchengemeinde muss sich nun in Geduld üben, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Denn das Verfahren zur Besetzung der vakanten Pfarrstelle ist ein längeres.

„Die Stelle soll wieder voll besetzt werden“, sagt Hinrich Hornbostel, Vorsitzender des Hankensbütteler Kirchenvorstandes, auf IK-Nachfrage. Die Pfarrstelle solle ausgeschrieben werden. Zum ersten November komme eine Stellenanzeige auf die Internetseite der Landeskirche. Zudem werde eine Anzeige in der evangelischen Zeitung geschaltet.

Die Bewerbungen auf die Hankensbütteler Pfarrstelle gehen an die Landeskirche Hannover, sagt Hornbostel. Der achtköpfige Bischofsrat werde aus den Einsendungen darüber entscheiden, welche Person in die Kirchengemeinde passt.

Der Anwärter oder die Anwärterin auf die Pfarrstelle werde dann dem Kirchenvorstand vorgestellt. Durch das verbundene Pfarramt haben der Hankensbütteler und der Sprakensehler Kirchenvorstand ein Mitbestimmungsrecht in Personalfragen. Stimmt das Gremium der Person zu, kann diese ihre Aufstellungspredigt halten. Danach ist die Kirchengemeinde selbst gefragt. Die Mitglieder der Kirchengemeinde können nach der Aufstellungspredigt eine Woche lang Einspruch gegen den Pfarrstellen-Anwärter einlegen. Gründe für einen Einspruch können sein, dass die betreffende Person eine falsche Lehre predigt oder persönliche Mängel hat, erklärt der Kirchenvorstandsvorsitzende. Nach dieser Woche Einspruchsfrist würden etwaige Einsprüche ausgewertet werden. Wenn alles passt, werde die Stelle von der Landeskirche besetzt.

„Es soll keine überschnelle Besetzung geben“, sagt Hornbostel, „Wir wollen ganz in Ruhe nach einer Nachfolge schauen.“ Daneben könne es passieren, dass sich nicht sofort ein Interessent bewirbt. Viele Pastoren setzen sich in den nächsten Jahren zur Ruhe, dem gegenüber stehen nicht allzu viele Theologie-Studenten, spricht der Hankensbütteler ein allgemeines Problem an. Außerdem würden Pastoren nach der Beschaffenheit des Pfarrhauses schauen. In Hankensbüttel dürfte es diesbezüglich aber keine großen Probleme geben. Das Gebäude sei vor noch nicht allzu langer Zeit saniert worden und habe ein neues Dach.

Hornbostel rechnet im Moment mit einer Nachfolge nicht vor Sommer 2012. Denn das Verfahren zur Besetzung der Stelle werde sich einige Monate hinziehen. Seiner Meinung nach brauche die Kirchengemeinde eine Phase der Vakanz, um Luft zu holen. Pastorin Monika Krösche aus Isenhagen agiere in dieser Zeit als Hauptvertreterin. Pastor Karsten Heitkamp aus Steinhorst und Pastor Dr. Heinrich Springhorn übernehmen die Konfirmanden von Pastor Seliger.

Von Sabine Peter

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