Verkehrsausschuss gegen Unterhaltungsvertrag mit Kreis

Gemeinde Hankensbüttel bei Kreisel-Pflege wohl raus

Kreisel bei Hankensbüttel an der K 7 Richtung Oerrel.
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Die Gemeinde Hankensbüttel wird künftig wohl keinen Einfluss auf die Gestaltung des Kreisels an der K 7 Richtung Oerrel haben. Nach dem Willen des Verkehrsausschusses soll die Kommune mit dem Landkreis keinen Vertrag zur Unterhaltung des Kreisels schließen.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel/Gifhorn – Heidetypische Pflanzen, Schilder der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde sowie des Otter-Zentrums: Der Kreisel an der K 7 bei Hankensbüttel Richtung Oerrel machte lange Zeit eine Menge her. Zuletzt war dessen Zustand jedoch kein Hingucker mehr, für die Gestaltung sollte daher nach längeren Diskussionen eine neue Pflegevereinbarung her (das IK berichtete). Wie es derzeit ausschaut, wird die Gestaltung aber nicht in die Hand der Gemeinde wandern, sondern allein beim ohnehin zuständigen Landkreis verbleiben.

„Keinen Einfluss darauf“

Der Verkehrsausschuss der Gemeinde empfahl dem Rat am Montagabend, 18. Oktober, bei drei Enthaltungen, dass der Vereinbarung zur Unterhaltung zwischen dem Kreis und der Kommune nicht zugestimmt werden soll. Einen entsprechenden Vertrag hatten Bürgermeister Dirk Köllner und Uwe Peters, Abteilungsleiter Kreisstraßenwesen beim Landkreis, entworfen. Falls die Vereinbarung auch vom Gemeinderat abgelehnt werden sollte, wäre der Fahrplan in Sachen Kreisel, der 2015 von der Landjugend Hankensbüttel hergestellt und ausgestattet worden war, laut Köllner völlig klar: Dieser würde künftig nach den Wünschen des Landkreises gestaltet. „Wir haben als Gemeinde keinen Einfluss darauf.“

Das Abstimmungsverhalten im Ausschuss zeigt, dass dies der durch die Kommune eingeschlagene Weg werden könnte. Dabei dürfte neben finanziellen Aspekten die Belastung der Bauhofmitarbeiter eine Rolle spielen. Denn die Vereinbarung sähe vor, dass der Kreis eine einmalige Pflege nach der Winterzeit umsetzt. Die restlichen im Jahr anfallenden Pflegearbeiten – inklusive der Instandhaltung der einzelnen Aufbauten – würden allerdings Sache des Bauhofes sein. Auch die Kosten für Ersatzbeschaffungen hätte die Gemeinde zu tragen. Die Verwaltung hatte angesichts der personellen Situation im Bauhof zudem zu verstehen gegeben, dass „jegliche Anlage, die zusätzlich gepflegt werden muss, schon eine zu viel“ sei – bei schon jetzt über 60 Anlagen verschiedener Größe und demgegenüber nur einer Vollzeit- und einer Teilzeit-Stelle. Dabei sind die neuen Baugebiete noch nicht einmal eingerechnet.

Schön auf eigene Kosten

„Der Kreisel ist fürs Ortsbild nicht zuträglich“, sagte Ausschussvorsitzender Hinrich Schulze (CDU). Der erwähnte Vertrag wurde laut Köllner auch der Landjugend angeboten. Sollte es zu keinem Vertragsabschluss kommen, wird der Kreis den Kreisel nicht in der Form, in die er von der Landjugend anfangs gebracht worden war, erhalten, sondern ihn standardmäßig wie alle anderen Kreisel auch pflegen, so Köllner. „Der Vertrag ist eine Zumutung“, erregte sich Peter Dietz (Grüne). Der Kreis drücke der Kommune eine Fläche aufs Auge, die dem Kreis gehöre. Laut Köllner stellt es sich anders dar: Wenn man einen schönen Kreisel haben wolle, dann sei das nur auf eigene Kosten möglich – aber auch nur in diesem Fall pflege der Kreis dann einmal jährlich die schöne Kreisel-Variante.

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