Neujahrsgespräch: Hankensbüttels Bürgermeister Martin Rausch sieht den Ort auf einem guten Weg

„Gemeinde geht es gut wie lange nicht“

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Die Entwicklung des Ortskerns in Zusammenarbeit mit einer Supermarktkette sei auf einem guten Weg, sagte Hankensbüttels Bürgermeister.

Hankensbüttel. So ganz konnte Hankensbüttels Bürgermeister Martin Rausch nicht an den überregionalen Themen vorbeigehen, beim Neujahrsgespräch im Gasthaus „Zur Linde“. Daher ging es zunächst um ein anderes Thema.

„Übel“ werde ihm vor den „Pegida- und xygiga-Demonstrationen“, sagte er. „Man muss sich Gedanken darüber machen, mit wem man da marschiert“, so Rausch. Die Kette von Ohnmacht, Wut und Hass müsse unterbrochen werden, denn die Spannungen in der Gesellschaft nähmen zu.

Bürgermeister Martin Rausch bei seiner Ansprache.

„Dabei können wir zufrieden auf das Jahr 2014 zurückblicken. Der Gemeinde geht es so gut wie lange nicht mehr“, bilanzierte der Bürgermeister. Zwar drücke noch immer eine große Schuldenlast, doch gebe es neue Entwicklungs- und Förderprogramme. „Der Gemeinde Hankensbüttel kommt dabei eine besondere Rolle zu“, stellte Rausch klar. Ziel müsse eine gemeinsame Strategie aller Orte in der Samtgemeinde sein, die damit gestärkt werde. „Die Gemeinde ist ein Anker der Samtgemeinde und muss kulturell, touristisch und wirtschaftlich weiterentwickelt werden.“ Rausch nannte aktuell die Weiterentwicklung des Otter- Zentrums, bei der auch die Bürgerinteressen berücksichtigt werden müssten, und die Lorenz-Logistik.

Auch wenn man es im vergangenen und in diesem Jahr nicht sehe, sei die Entwicklung des Ortskerns in Zusammenarbeit mit einer Supermarktkette auf einem guten Weg, meinte Rausch, zudem gehe die Sanierung der Gemeindestraßen und die bedarfsgerechte Ausweisung neuer Baugebiete weiter.

Einladungen sprach Rausch für das Heidmärkerfest am 1. und 2. August und die Jubiläumsfeierlichkeiten vom 14. bis 17. Mai mit den französischen Gästen der Partnerstadt und -schule aus. „Es gibt Kräfte, die uns spalten wollen, aber wir müssen den Ort als gemeinsame Aufgabe verstehen. Offenheit gehört dazu“, schloss Rausch.

Jutta Kölsch vom Frauen-Café Regenbogen berichtete von der Arbeit der Gruppe der Integrationslotsen in der Gemeinde, an der sich rund zehn Freiwillige beteiligten. Die Gruppe habe sich 2010 durch eine Initiative des Landkreises gebildet und treffe sich jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in der Küche der Karl-Söhle-Schule, sagte sie. Familien und vor allem Frauen vom Balkan und anderen Gebieten würden derzeit unterstützt.

Den Dank für alle sprach Ehrenbürger Gerhard Czichos aus. „Wir haben eine wunderbare Gemeinde und Samtgemeinde.“ Man müsse auch die Dörfer zu Wort kommen lassen, damit sie nicht ausbluten. „Wir müssen erkennen, dass wir nicht nur alle im selben Boot sitzen, sondern auch vorwärts rudern.“

Von Burkhard Ohse

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