Nach Tat in Hankensbüttel: Polizei nimmt zwei 23 und 25 Jahre alte Männer fest

Geldbomben-Räuber gefasst

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Hankensbüttel. Der Geldbomben-Raub vor der Volksbank in Hankensbüttel (das IK berichtete) ist nach Angaben der Polizei Gifhorn aufgeklärt.

Nach einem erneuten Zeugenaufruf im Isenhagener Kreisblatt und in anderen Medien gelang es den Beamten am Donnerstag, zwei dringend Tatverdächtige festzunehmen. Wie Polizeisprecher Thomas Reuter gestern mitteilte, handelt es sich um einen 25 Jahre alten Wolfsburger und einen 23-jährigen Gifhorner.

Am Abend des 17. Februar hatte eine 22-jährige Frau versucht, zwei Geldbomben in den Einwurfschacht der Volksbank-Filiale in Hankensbüttel zu werfen. Dabei entriss ihr jedoch ein unbekannter Mann den Leinenbeutel mit den Geldbehältern und flüchtete damit.

Nach einem öffentlichen Zeugenaufruf am Mittwoch dieser Woche gingen bei den Ermittlern der Gifhorner Kriminalpolizei mehrere Hinweise ein. Einer davon führte laut Reuter am Tag darauf zur Festnahme der beiden Männer, die den Raub nach vorliegenden Erkenntnissen gemeinschaftlich begangen haben sollen.

Der 25-jährige Wolfsburger, der wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrerer Eigentumsdelikte vorbestraft ist und noch zwei Bewährungsstrafen offen hat, soll der Frau die Geldbomben entrissen haben. Sein 23-jähriger mutmaßlicher Komplize aus Gifhorn, der der Polizei ebenfalls hinlänglich bekannt ist, hat in der Nähe der Volksbank mit einem Fluchtfahrzeug gewartet, erklärte Reuter. Nach ihrer Festnahme hätten die beiden Männer unabhängig voneinander umfassende Geständnisse zu dem Überfall abgelegt.

„Der Wolfsburger hatte einen Teil der Beute bereits für Drogen ausgegeben, während der Gifhorner seinen Anteil nutzte, um seine beträchtlichen Schulden zu reduzieren“, sagte Reuter. In der Wohnung des 23-Jährigen seien auch die beiden Geldbomben sichergestellt worden, ebenso wie ein kleiner Rest des erbeuteten Geldes. Gestern Mittag wurden die beiden Männer jedoch auf Anweisung des Haftrichters wegen nicht ausreichender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt.

Von Bernd Schossadowski

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