Ort droht wegen ungenügender Wirtschaftlichkeit aus Plänen herauszufallen

Glasfaser-Ausbau: Geht die Daten-Autobahn an Repke vorbei?

Beim Glasfaser-Trassenverlauf ist Repke nicht berücksichtigt worden, bemängelt der Dedelstorfer Bürgermeister Bernd Rodewald.
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Beim Glasfaser-Trassenverlauf ist Repke nicht berücksichtigt worden, bemängelt der Dedelstorfer Bürgermeister Bernd Rodewald.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Es ist kein Repke-exklusives Problem: Rade, Ohrdorf und Suderwittingen fürchten auf der Daten-Autobahn abgehängt zu werden, da beim derzeitigen Glasfaser-Ausbau das Unternehmen net services einen eigenwirtschaftlichen Ausbau als unrentabel bewertet.

Repke – Für Repke droht dasselbe Szenario.

Aktuell laufen noch die Arbeiten in Sachen weiße Flecken, danach sind auch schwarze Flecken mit dem Ausbau an der Reihe. Aber eben nicht alle, denn der Ausbau muss sich für net services als Betreiber des Giffinet-Projektes wirtschaftlich lohnen. Wenn der räumliche Abstand von einzelnen Orten zum geplanten Trassenverlauf zu groß ist, wird es kniffelig und es muss gerechnet werden. Und genau an diesem Punkt sieht es für Repke kritisch aus. „Wir wollen mit net services einen Vertrag über die Zusammenarbeit beim Glasfaser-Ausbau schließen“, sagt der Dedelstorfer Bürgermeister Bernd Rodewald über den Stand der Dinge. Der Vertrag betrifft das Verlegen von Leitungen auf den gemeindeeigenen Flächen. Die Gemeinde ist daher mit net services in Kontakt. Das grundsätzliche Problem für die Kommune bringt Rodewald in zwei Sätzen auf den Punkt. „Repke fällt ganz heraus. Das ist nicht gut.“

„Vielleicht geht’s noch gut aus“

Der Trassenverlauf berührt etwa Weddersehl, Allersehl und Dedelstorf, aber Repke ist nicht berücksichtigt. „Es wäre eine Extra-Leitung von rund 1500 Metern Länge nötig“, sagt Rodewald über das Kernproblem. Es gebe zu wenige Haushalte als schwarze Flecken in dem Ort, daher lohne sich der Ausbau nach Angaben des Unternehmens wirtschaftlich nicht. „Mal sehen, was man noch machen kann“, sagt Rodewald. Er will in dieser Sache also noch nicht aufgeben und bleibt dran. „Wir sind mit net services dazu in Kontakt. Vielleicht geht’s noch gut aus.“

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