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Für Gelände der ehemaligen Dedelstorfer Kaserne muss B-Plan her

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Von: Paul Gerlach

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So sieht der aktuelle Entwurf auf: der verbleibende Gebäudebestand und die vorgesehenen Nutzungen (allerdings ohne Maßstab).
So sieht der aktuelle Entwurf auf: der verbleibende Gebäudebestand und die vorgesehenen Nutzungen (allerdings ohne Maßstab). © Skizze: Planungsbüro „Stadt Raum Plan“/opentopomap.org

Dedelstorf – Für die ehemalige Dedelstorfer Richthofen-Kaserne fehlt noch der Bebauungsplan. Das Verfahren zieht sich: So wie der B-Plan ursprünglich geplant war und im Jahr 2016 durch die politischen Gremien ging, war er nicht zum Tragen gekommen. Die zwischenzeitliche Hoffnung, dass das Ganze in 2021 beendet werden könne, erfüllte sich nicht. Nun soll Bewegung in die Sache kommen.

Vier der fünf Dedelstorfer Bauausschussmitglieder begegnete das Thema zum ersten Mal, da sie erstmals im „neuen“ Gemeinderat sitzen. Lediglich Torben Mehrwald (Gruppe „Zusammen für Dedelstorf“, ZfD) als „alter Hase“ ist damit vertraut.

2014 war das komplette Gelände an den Braunschweiger Investor Dr. Ulf Lange verkauft worden – für eigene, private Zwecke. Laut Heinz Gödecke von der Verwaltung will Lange eine Photovoltaikanlage errichten, das Gelände forstwirtschaftlich nutzen, einige Gebäude zum Wohnen vorhalten und dort jagen. Die PV-Anlage soll auf versiegelten Stahlbetonflächen errichtet werden. All dies mache eine erneute Auslegung des B-Planes nötig, so Gödecke. Zudem sei es nie, wie bei den ersten Planungen zunächst vorgesehen, zur Nutzung des Geländes durch die Repker Segelflieger von der Luftsportvereinigung Altkreis Isenhagen (LVI). Der Verein und der Investor hätten sich auseinanderdividiert.

Zuletzt hatte die untere Naturschutzbehörde des Landkreises laut Gödecke eine weitere naturschutzfachliche Untersuchung gefordert. Dies sei inzwischen alles abgearbeitet, nur die Zustimmung der Gemeinde fehle noch.

Der Ausschuss empfahl den Entwurf des B-Planes einstimmig an den Gemeinderat. Der Entwurf soll demnach für mindestens 30 Tage öffentlich ausgelegt werden. Gleichzeitig sollen die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden.

Mehrwald drückte bei der Sitzung seine persönliche Meinung aus, dass das Vorgehen des Investors „manchmal nicht ganz schlüssig“ sei. Gödecke erläuterte auf Nachfrage von Simone Müller (ZfD), dass der B-Plan planungstechnisch eine weitere Runde drehen müsse, wenn die Gemeinde ihre Zustimmung versagen würde. Henry Köllner (ZfD) sagte, dass der B-Plan „recht umfangreich beschreibe“, was der Investor vorhabe. Es entstehe dort kein Freizeitpark, ergänzte Gödecke. Das Ganze sei „relativ eingeschränkt“. Bis auf die Wirtschaftsgebäude und das Offiziers-Casino sei ohnehin bereits alles abgerissen worden. Er vermute, dass der Investor wohl nicht damit gerechnet habe, dass noch ein B-Plan angeschoben werden müsse.

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