Eine der Anlagen ist auf Hankensbütteler Gebiet vorgesehen

Fünf neue Windräder bei Harsahl? Bauausschuss stimmt zu

Fünf neue Windräder sollen es beim Windpark Harsahl bei Wettendorf werden. Eines davon, WEA 4, würde in der Gemarkung Hankensbüttel liegen.
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Fünf neue Windräder sollen es beim Windpark Harsahl bei Wettendorf werden. Eines davon, WEA 4, würde in der Gemarkung Hankensbüttel liegen.

Hankensbüttel/Wettendorf – Der Windpark Harsahl bei Wettendorf soll um fünf weitere Windräder erweitert werden (siehe Skizze): Einen entsprechenden Antrag hat die EE Projekt GmbH beim Landkreis Gifhorn gestellt.

Eine dieser fünf Anlagen würde in der Gemarkung Hankensbüttel liegen, der Bauausschuss der Gemeinde hat bei seiner Sitzung am Mittwochabend das Vorhaben einstimmig befürwortet. Das erforderliche Einvernehmen soll erteilt werden, lautete die Empfehlung an den Rat.

Die Anlage (WEA 4) mit einer Gesamthöhe von 199,5 Metern und einer Nabenhöhe von 125 Metern soll nordwestlich von Hankensbüttel errichtet werden. Genauer gesagt ist der Standort direkt südlich der L 280, wo die Abzweigung Richtung Wettendorf abgeht. Die anderen vier vorgesehenen Windräder würden auf Dedelstorfer Gebiet liegen, die Gemeinde muss dort dementsprechend auch noch ihr Einvernehmen herstellen, bevor es weitergehen kann.

Beim angepeilten Standort wurden insgesamt bereits 15 Windräder errichtet, wobei die 13 Anlagen der Windparks Wettendorf-Bottendorf I und II im Norden mit den nun geplanten fünf neuen Windrädern im funktionalen Zusammenhang stehen (Stichwort Windfarm). Die übrigen beiden Windräder stehen bekanntlich zwischen Wettendorf und Steimke.

Angesichts der fünf geplanten Neuzugänge sagte Ausschussvorsitzender Rainer Nuth (SPD): „Den Anlagen steht nichts im Weg.“ Die Windkulisse des Regionalverbands Großraum Braunschweig sei beschlossen und rechtskräftig. Nuth erinnerte daran, dass in der Gemarkung Hankensbüttel in der Vergangenheit auch schon mal größere Pläne vorgesehen waren: „Es waren mal fünf Anlagen geplant, jetzt ist es eine.“ Die Erschließung sei gesichert, die Zuwegung sei Sache des Betreibers. Der Gemeinde bleibe nichts anderes übrig als die Genehmigung, erläuterte daher auch Heinz Gödecke von der Verwaltung.

Reinhard Weißmann (WIH) kritisierte, dass der Windpark näher an Hankensbüttel heranrücke, es sei nur noch etwas mehr als ein Kilometer Abstand. „Die Windräder verursachen Lärm.“ Dies zeige sich besonders daran, dass zwei Anlagen nachts runtergefahren werden sollen. Tagsüber sei also Lärm angesagt.

„Das ist so nicht richtig“, hielt Bürgermeister Dirk Köllner (CDU) fest. Auch er wies daraufhin, dass nach alten Plänen fünf, sechs Anlagen und noch dazu dichter am Ort vorgesehen gewesen seien. Doch es sei bekanntlich ein Mindestabstand zu Orten von 1,2 Kilometern beschlossen worden. Die Windräder gebe es nun mal. „Wir können keine Verhinderungsplanung machen.“ Jeder wolle regenerative Energie und irgendwo müsse nach dem Kohle- und Atomausstieg die Energie herkommen. Sein Fraktionskollege Hinrich Schulze zeigte sich überzeugt: „Hankensbüttel wird nicht zugedröhnt werden.“ Der Lärm sei vom Grundgeräuschpegel abhängig.

Dirk Niebuhr, einer der Sprecher der Gemeinschaft der Grundstückseigentümer beim Harsahl-Projekt, sagte gestern dem IK, dass Investor und Partner erfreut über die Zustimmung aus der Politik seien. Die Stimmung sei gut, es gebe Interessenten. Man sei in der Hochplanungsphasse. Entscheidend sei letztlich, wie schnell eine Genehmigung durch den Kreis erfolge Noch genieße man das Ganze aber mit Vorsicht. VON PAUL GERLACH

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