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Fromhagen besucht die Fleißigen

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... in Behren auf dem Dorfplatz ...

Bokel/Behren/Sprakensehl - Von Benjamin Post. Jetzt muss nur noch die Temperatur steigen. Denn das Freibad Bokel ist soweit startklar für die Bade-Saison. Aber nur, weil fleißige Helfer angepackt haben. „Einfach gewaltig“, findet Christiane Fromhagen, Bürgermeisterin der Gemeinde Sprakensehl, den Einsatz der „Junge Leute Bokel“. Die Gruppe im Alter von 13 bis 30 Jahren haben ehrenamtlich das idyllisch gelegene Schwimmbad fit für den Sommer gemacht. Dafür sagte die Gemeinde-Chefin nun vor Ort danke – und nicht nur hier, für das Engagement der Bürger der Gemeinde.

Heike Cohrs, die die Freibadaufsicht in Bokel hat, ist auch erfreut. Denn selbstverständlich ist es nicht, dass die Freiwilligen Laub zusammen gekehrt, Rasen gemäht und das Becken badetauglich gemacht haben. „Sie können das auch nutzen“, sagt Cohrs. Und das tun die jungen Bokeler. „Wir spielen hier abends Volleyball und baden“, erzählt Melv Ludwig, 23, einer der tatkräftigen Bürger. Ohne diese Tatkraft würde es eng werden mit dem Erhalt der Bäder, gerade in Zeiten der knappen Kassen der Kommunen. Schließlich unterhält die Gemeinde Sprakensehl zwei Bäder. Doch bevor Fromhagen dorthin fährt – wieder mit Kuchen und Getränken als kleine Aufmerksamkeit –, macht sie vier Kilometer von Bokel entfernt Halt. In Behren. Auch in dem kleinen Dorf waren engagierte Leute am Werk.

Der „Potsdamer Platz“, so nennt man den Behrener Dorfplatz, wurde in Schuss gebracht. Und wie. Eva Schenk und Günter Lüning gingen Geld sammeln für die Pflege des beschaulichen Platzes in der Ortsmitte. „Das sah schlecht aus“, merkt die 77-jährige Schenk über den Zustand des Platzes an. Mehr als 200 Euro kamen nach dem Sammeln zusammen für Pflanzen und Blumenerde. „Das hat die Gemeinde entlastet“, so die Gemeinde-Chefin. Zudem verlegte Maurer Christian Brühl noch Steine, Rudolf Trapp half bei den Arbeiten auch mit. Die Firma Scherer stiftete einen Zaun, Karsten Eggers schnitzte Schilder und eine Figur. „Das ist eine tolle Aktion gewesen“, lobt Fromhagen die kleine Gruppe für die Dorfplatzerneuerung. Auch bei der letzten Station ihren Dankes-Tour kann die Bürgermeisterin nur strahlen über das ehrenamtliche Engagement der Einwohner. Das Freibad Sprakensehl wurde von einigen eifrigen Helfern auf den Betrieb vorbereitet. In Eigenleistung haben junge und ältere Sprakensehler die Anlage rund um das knapp 20 Meter lange Becken in Form gebracht. Dazu gehörte auch das Wechseln des Filters – 1500 Kilogramm Filterkies wurde bewegt, mit Händen, versteht sich. Doch die Mühe für das Bad lohnt sich, denn es ist „ein wunderbarer Treffpunkt, im Sommer der Anlaufpunkt“, wie Linda Braun, eine der Helferin, beschreibt.

Der Erhalt des Bades ist somit selbstredend. „So was vor Ort zu haben ist einfach schön“, fügt Siegfried Cordes , ein begeisterter und regelmäßiger Schwimmer in dem Freibad, hinzu.

Dazu gehört aber eben (Vor-)Arbeit. „Ohne diese Helfer wäre das überhaupt nicht zu leisten“, freut sich Fromhagen über die Unterstützung. Nicht in Bokel, Behren und Sprakensehl.

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