Wasserverlust im Freibad Steinhorst: Ratsmitglieder suchen nach Lösung / Bürger bringen sich ein

Folien zur Abdichtung?

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Das Freibad in Steinhorst ist undicht. Die Ratsmitglieder suchen nach einer Lösung, um den Wasserverlust zu stoppen.

Steinhorst. Die Steinhorster Ratsmitglieder diskutierten in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Möglichkeiten, das Problem des undichten Freibades anzugehen.

„Der Wasserverlust hat etwas nachgelassen, da der Boden gesättigt ist“, stellte der stellvertretende Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer (CDU) fest.

Ratsmitglied Hartmut Pelzer habe eine Firma angefragt, die Folien auf dem Boden des Freibades einziehen will. „Das ist für uns aber finanziell nicht leistbar“, sagte Singer. Für ein 50 Meter mal 20 Meter großes Becken würden dafür 200 000 Euro anfallen. Das Steinhorster Becken sei zwar kleiner, aber das sei trotzdem noch zu kostspielig. „Ich will ein Angebot von einer Firma, die einen Gummiboden einziehen will“, sagte Singer.

Nach Abschluss der Badesaison, wenn das Wasser abgelassen ist, sollen der Fußboden und die Wände des Beckens sowie die Technik intensiv geprüft werden. Pelzer merkte nach einem Gespräch mit einem Experten für Bäder an: „Wenn unser Bad abgedichtet wird, kann es sein, dass die Filteranlage nicht mehr ausreicht.“

Momentan muss die Anlage durch das abfließende und ständig umgewälzte Wasser nicht soviel leisten. „Das leuchtet ein“, sagte Peter Grüneweg (CDU). Und: „Viele Bürger sind bereit, zu helfen und zu spenden.“

Jutta Rißmann (SPD) brachte die Idee vor, einen Förderverein zu gründen. „Vorweg sollten wir die technischen Probleme lösen“, fand Pelzer.

Eine anwesende Steinhorster Bürgerin bekräftigte den Willen der Bürger, etwas tun zu wollen und zu spenden. „Kann man denn vielleicht das Bad noch flicken?“, fragte sie. „Diese Möglichkeit ist ausgereizt“, antwortete Singer.

Markus Holz (CDU) stellte fest, dass eine Antwort, auf die Frage gefunden werden müsse, wie die Einrichtung „dauerhaft finanziert“ werden könnte. „Wir gehen immer von Jahr zu Jahr vor“, bestätigte Philipp Trunkwalter (CDU).

Jörg Frischmuth (SPD) konstatierte: „Jetzt haben wir eine Maßnahme, bei der Fachleute nötig sind. Da können wir nicht mit normalem Equipment experimentieren.“

Von Paul Gerlach

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