Emmen feiert Karnevalswochenende mit vielseitigem Programm

Flugenten und vierte Zähne

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Musik und Tanz gehörten beim Programm von Emmen Helau natürlich dazu.

Emmen. Was macht man, wenn man die dritten Zähne auf der Bühne verliert? Man nimmt ganz einfach die vierten. Denn dann wird die Aussprache genauso drollig wie davor. Das geht natürlich nur bei Steffen Schulze und bei Emmen Helau.

Am Freitag- und am Samstagabend feierten die närrischen Emmener und ihre Gäste die allzweijährliche Karnevalssitzung und ließen das Publikum lachen, schunkeln und am Ende Polonaise tanzen.

Als schließlich „die Löcher aus dem Käse“ flogen, waren alle gefragt: Zum Abschluss tanzen die Emmener in einer großen Polonaise durch das Gasthaus Pasemann. 

Anfang und Ende gestaltete Melanie Wilkens mit Sologesang. Von der Tanzgarde bis zum Elferrat, der diesmal gemischt geschlechtlich verkleidet, mit Netzstrümpfen und bunten Perücken auf der Bühne durch die Musikgeschichte tanzte, gab es das prall gefüllte Programm. Die Moderation teilten sich Thorsten Hiemisch, Laura Dreyer und Alena Gödecke. Dabei gab es auch die seltene Gelegenheit, zwei Flugenten auf der Bühne zu belauschen, die sich über ihre Flugangst und etliche Neurosen austauschten.

Die Unterhaltung zweier Flugenten sorgte für Erheiterung beim Emmener Karneval.

Neben Tipps zur richtigen Ölauswahl von Steffen Schulz gab es auch so manche irreführende Ankündigung. Denn die Unschuldsengel waren in Wirklichkeit männermordend. Und auch im Beitrag der Hefezöpfchen mimten Frauen die Unschuldigen, wenn es um die Zunahme der eigenen Körperfülle ging. Es müsse wohl an dem Hefeklößchen liegen, das jede Frau in sich trägt, und das im fortgeschrittenen Alter aufgeht. Da kam Erleichterung im Publikum ob der Abgabe der Verantwortung auf.

König Mario Fulsche referierte über seine Regentschaft.

Schräg und lustig ging es bei Sketchup zu. Trockener plattdeutscher Humor zog im Nordkreis ebenso wie die Musikeinlage der Dreyer-Sisters. Das Duo stellte sehr variabel mit zwei Kartons gleich vier Szenen dar und brachte das Publikum mit und ohne Worte zum Lachen. Küsschen und Orden gab es für jeden Auftritt, und dazu der Narhalla-Marsch zum Abgang. Den legte König Mario Fulsche im Rollstuhl hin. Auf diesem Thron referierte Seine Majestät zuvor über das Ius primae noctis, das in Emmen schwer umsetzbar sei. Bunt und mit schwarzen Schmalztollen legte sich der Musikzug ins Zeug. 

Von Burkhard Ohse

Emmen im Karnevalsfieber

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