Insgesamt knapp 130 Feuerwehrleute im Einsatz

Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern in Flammen: Wald- und Moorbrand in Oerrel

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Insgesamt 130 Feuerwehrleute rückten am Samstagvormittag zu einem Wald- und Moorbrand in Oerrel aus. 

ga Oerrel. Das war ein Schreck für die Oerreler Feuerwehrkameraden. Gerade hatten sie am Samstagvormittag bei der Nachkontrolle der am Freitag abgebrannten Waldfläche letzte, einzelne Brandnester abgelöscht, da stand die komplette Fläche von ca. 10.000 Quadratmeter schon wieder in Flammen.

Rauchschwaden über der Wald- und Moorfläche in Oerrel: Insgesamt brannte eine Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern.

Grund war, so Einsatzleiter Frank Imort (Gemeindebrandmeister Hankensbüttel), der moorige Untergrund des Külsenmoores. Um 13.42 Uhr wurde dann der Alarm ausgelöst. Sehr schnell mussten massive Löschkräfte vor Ort sein.

Bei der momentanen Trockenheit bestand eine große Gefahr für den Waldbestand entlang der K7. Immerhin war für Samstag die höchste Waldbrandwarnstufe 5 bekannt gegeben worden. Massive Löschkräfte rückten an. Neben den gesamten Wehren der Samtgemeinde Hankensbüttel waren auch Teile der Wehren der Samtgemeinde Wesendorf sowie Tankfahrzeuge aus Ummern und Steinhorst im Einsatz. Unterstützt wurden diese Verbände vom Wasserförderzug Süd des Kreisverbandes. Sogar die Landwirtschaft unterbrach ihren Ernteeinsatz um mit Tankfahrzeugen und Güllefässern Löschwasser zu transportieren. Die schnelle Einsatzgruppe des DRK sorgte, wie immer, für entsprechende Versorgung der Feuerwehrverbände.

Da ein direkter Fahrzeugeinsatz am Brandherd, auf Grund der moorigen Geologie des Geländes, nicht möglich war mussten ca. 2.000 Meter Schlauchleitung verlegt werden. Aufgrund dieses massiven Einsatz konnte der Oberflächenbrand relativ schnell gelöscht werden. Jetzt galt es zu verhindern, dass nicht von den weiterhin bestehenden Brandnestern in den tiefer liegenden Torfschichten eine erneute Brandgefahr ausgeht. Aus diesem Grund wurde die gesamte Fläche mehre Stunden intensiv bewässert. Dem, hierfür verwendetem, Wasser wurde ein Netzmittel zugesetzt. Dieser Zusatz verringert die Oberflächen des Wassers. Dadurch kann es leichter und tiefer eindringen. Wir werden, so Frank Imort, die Fläche in der Nacht und an morgigen Sonntag weiter kontrollieren. Die entsprechenden Geräte werden so vorgehalten, dass sie bei Bedarf sofort einsatzbereit sind.

Mit dem Dank des Gemeindebrandmeisters an alle Einsatzkräfte endete ein langer Einsatztag. „Vielen Dank an Alle, die trotz großer Hitze, Urlaubszeit und Ernteeinsatz verhindert haben, dass sich die Flammen weiter ausgebreitet konnten und ein größerer Schaden verhindert wurde“.

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