Zoom-Meeting als Premiere

Ausbildungsdienst in Corona-Zeiten online bei Feuerwehr Emmen

Zoom-Meeting mit den Mitgliedern der Wehr in Emmen auf der rechten Seite des Screenshots und einem Themenfoto für die Sicherheitsschulung auf der linken Seite. Auf letzterem sind Feuerwehrleute zu sehen, die einen Wasserstrahl in einen See richten.
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Ausbildungsdienst online in Pandemie-Zeiten: Die Wehr in Emmen kam jetzt digital zusammen.

Emmen – Seit dem 15. Februar sind den Feuerwehren wieder Dienste mit zehn aktiven Mitgliedern erlaubt, allerdings unter Hygieneauflagen und vornehmlich im Freien. Die Pandemie führt nun auch in diesem gesellschaftlichen Bereich zu neuen Wegen.

Nun gab es erstmals eine Videokonferenz bei der Ortswehr in Emmen, die vor allem der theoretischen Weiter- und Ausbildung diente. Statt in einem Raum und in Uniform zusammenzuhocken, saßen nun 24 Wehrmitglieder vor ihren Laptops und Computern. Sie hörten sich an, was die Funktionsträger vortrugen. Dabei blieb es nicht nur bei der Theorie und einem Monolog der Vortragenden. Dank einer App auf dem zusätzlich bereitgehaltenen Smartphone gab es von den Teilnehmern auch handfeste praktische Beteiligung, so bei der Beantwortung von Fragen.

Zunächst gab es die jährlich vorgeschriebene Unterweisung in den Unfallverhütungsvorschriften durch den Sicherheitsbeauftragten Helge Manzke. Danach folgte eine Unterrichtseinheit vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Kai Hildebrand, der zu einer Feuerwehrdienstvorschrift über Einheiten in der Feuerwehr und deren Aufgaben referierte, inklusive einer Präsentation, die jeder sehen konnte.

Zwischenfragen waren erlaubt, auch Hildebrandt fragte gezielt einige Teilnehmer. Ein sehr positives Fazit zog nicht nur Hildebrandt am Ende der rund 90-minütigen Veranstaltung. „Es hat super geklappt“, sagte er. Das spreche durchaus auch für weitere Unterrichte dieser Art, auch außerhalb von Pandemie-Zeiten. Denkbar seien für ihn auch ortswehrübergreifende Unterrichtseinheiten auf der Samtgemeindeebene, sagte er. Vor allem der Zuspruch von rund einem Drittel der Emmer Aktiven sei sehr gut gewesen, sagte Hildebrandt – nicht nur, aber gerade auch in diesen Zeiten, in denen maximal zehn Personen außerhalb des Internets zusammenkommen könnten. „Heute war auf diese Art ein gruppenübergreifender Dienst möglich“, sagte er. Vor allem auch Ortswehrmitgliedern, die nicht ständig im Ort weilen, weil sie etwa im Studium seien, könne man so die Teilnahme an Aus- und Fortbildungen bieten.

Bei den Teilnehmern kam die Videokonferenz ebenfalls gut an. „Das sollte man beibehalten, es ist eine Alternative. Alles wurde gut dargestellt“, sagte ein Wehrmitglied. „Die Theorie ist so ganz gut. Aber man muss es praktisch einüben“, urteilte ein anderes. Bei Fußballspielern im Ort, so ein außerhalb der Feuerwehr aktiver Trainer, werde solche eine Videokonferenz dagegen wohl eher nicht ankommen.

„Andere Zeiten, andere Maßnahmen“, sagte auch Ortsbrandmeister Marc Gödecke zum ersten Zoommeeting in der Ortswehr. Er dankte dazu für die Einsätze im vergangenen Jahr.

Eine weitere Erkenntnis, wieder einmal, war, dass eine Breitbandverbindung nötiger ist denn je. Vor allem im Emmer Neubaugebiet ruckelte es zuweilen bei der Übertragung.

(Von Burkhard Ohse)

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