Wichtige Infos vom ADAC zu Straßenverkehr

Fahrsicherheitstraining für Hankensbütteler Elftklässler

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Brems- und Anhalteweg sowie der Sicherheitsabstand wurden am Mittwoch ausführlich betrachtet.

Hankensbüttel – Eine äußerst lehrreiche und praxisnahe Unterrichtseinheit erlebten am Mittwoch die Elftklässler des Hankensbütteler Gymnasiums.

Bei einem Fahrsicherheitstraining in Zusammenarbeit mit dem ADAC gab es für sie kostenfrei jede Menge wichtige Infos in Sachen Verkehrssicherheit.

Im Überschlagsimulator wird eine Pkw-Karosserie um ihre Längsachse gedreht.

„Die Aktion gefällt mir gut“, sagte Schülerin Julia Creydt dem IK. Die 17-Jährige, die bereits den Führerschein hat, hob besonders den Aspekt der Ablenkung im Straßenverkehr hervor. Dies könne etwa im Ernstfall dazu führen, dass man noch mit 20 km/h schneller unterwegs sei, als wenn man aufmerksam gefahren wäre. „Das macht einen großen Unterschied.“

Auch ein Jahrgangsstufenkollege von ihr, der ebenfalls schon im Besitz des Führerscheins ist, empfindet die Veranstaltung als „ganz gut“ und wichtig. In dieser Form sei ihm dies auch das erste Mal im Schulleben begegnet.

Oberstufenkoordinator Frank Voigt zeigt sich dankbar, dass die Aktion für die Schüler angeboten werden konnte. Dies sei die Art von projektorientiertem Unterricht, wie es ihn künftig an der Schule noch verstärkt geben solle. Wenn die Schüler solche wichtigen Themen selbst im Auto sitzend erfahren würden – etwa was sich wie beim Bremsweg auswirkt –, fühle sich das ganz anders an als klassisch im Klassenraum. Die physikalischen Gesetze lassen sich so unmittelbar nachvollziehen.

Spuren der Zerstörung: Am ADAC-Infomobil gab es auch einen deformierten Smart zu sehen.

Bei Fahranfängern gebe es „immer wieder Schwierigkeiten“ im Straßenverkehr, so Voigt. In den vergangenen Jahren habe es zwar keine tödlichen Unfälle von Hankensbütteler Schülern gegeben, aber Unfälle auf dem Schulweg, teils mit Schwerverletzten. Generell würden die Schüler viel Auto fahren. „Es fehlt an vielen Stellen das Gefühl, was passieren kann – gerade bei Laub oder Glatteis auf der Straße“, so Voigts Eindruck. Bei Fahranfängern würden außerdem Probleme wie Alkohol am Steuer oder eine sich hochschaukelnde Gruppendynamik hinzukommen. Die Schule sehe daher die grundlegende Verkehrserziehung als Teil ihres Erziehungsauftrages an. Die Aktion hätte man aber „niemals mit eigenen Mitteln“ stemmen können, so Voigt. „Das ist ein tolles Projekt des ADAC.“ Für den Automobil-Club betonte Tobias Schmidt: „Es ist wichtig, dass wir uns hier zeigen.“ An die Schüler gerichtet sagte er: „Ihr seid die Einsteiger, aber wir haben alle mal angefangen.“

Voigt bedankt sich ausdrücklich bei der Hauptschule, einer Hankensbütteler Elektrofirma und der Gemeinde beziehungsweise der Samtgemeindeverwaltung für die tatkräftige Unterstützung. „Solche Projekte lassen sich nur umsetzen, wenn von vielen Seiten unbürokratisch geholfen wird.“ Nach dieser Premiere ist Voigt nun gespannt auf die Rückmeldungen der Schüler. Sein Eindruck sei jedenfalls „positiv“.

VON PAUL GERLACH

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