Baustelle bis Sommer / Raum für 16 Arbeitsplätze

Fachakademie in Isenhagen: Spatenstich für dritte Werkstatt

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Der Leiter der Fachakademie für Augenoptik in Isenhagen, Mathias Biermann (v.l.), Giovanni Di Noto, Landesinnungsobermeister der Augenoptiker, und der Hankensbütteler Architekt Joachim Grahn beim Spatenstich für die dritte Werkstatt. Diese bietet nach der Fertigstellung im Sommer Raum für 16 Arbeitsplätze für die Schüler.

Isenhagen – Die Fachakademie für Augenoptik in Isenhagen ist weiter auf Wachstumskurs: Gestern Nachmittag erfolgte der Spatenstich für eine dritte Werkstatt.

Diese ist nötig geworden, um Raum für 16 Arbeitsplätze für die Schüler sowie für die Werkstattleitung zu schaffen. Der 100 Quadratmeter große Anbau soll bis Ende Juni, Anfang Juli 2020 fertiggestellt werden und bedingt eine Investition im mittleren sechsstelligen Bereich.

Mathias Biermann, Leiter der Fachakademie, zeigte sich im IK-Gespräch erfreut, dass das Ganze bis zum Sommer abgeschlossen wird. „Die Werkstatt wird umfangreich genutzt werden und dort werden auch Prüfungen stattfinden“, blickte er voraus. Das Gebäude dient somit der überbetrieblichen Ausbildung der Lehrlinge. Die Bodenplatte soll noch dieses Jahr fertig werden.

„Wir platzen in Isenhagen aus allen Nähten“, betonte gestern Giovanni Di Noto, Landesinnungsobermeister der Augenoptiker. Die Innung sei bemüht, Geld in die Hand zu nehmen. „Wir sind für den Standort Hankensbüttel wichtig, das ist auch Standortsicherung“, sagte er über die Investition. Da dies aber nicht nur eine einseitige Angelegenheit sein könne, seien Verwaltung und Politik gefragt, sich zu positionieren. „Wir brauchen Fakten bis zum nächsten Sommer. Sonst kommen wir in Planungsschwierigkeiten.“ Angesichts umfangreicher Förderprojekte, bei denen Gelder von Land und Bund fließen, ergibt sich für die Akademie bekanntlich eine Krux (das IK berichtete): Da die Unterbringung der Berufsschüler eigentlich eine Aufgabe des Landkreises ist, ist dies förderschädlich. Die Innung ist allerdings auf die Fördergelder angewiesen, daher ist man mit dem Landkreis über eine Rückübertragung der Internate in Gesprächen.

„Wir sind extrem ausgelastet und müssen eine Lösung finden“, sagte Biermann. Eine Behelfswerkstatt hatte die Fachakademie bereits geschaffen, um die praktische Ausbildung in vollem Umfang weiter gewährleisten zu können und um Spitzen bei der Nachfrage abzufangen. Langfristige, gemeinsame Lösungen werden angestrebt. „Das Umfeld hier lebt von den Augenoptikern der Berufsschule und von der Fachakademie. Wir sind ein Wirtschaftsfaktor“, sagte Di Noto.

• Eine gute Nachricht für die Einrichtung in Isenhagen: Für die Digitalisierung der Aus-, Fort- und Weiterbildung stehen laut Biermann Fördermittel des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereit.

VON PAUL GERLACH

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