DRK-Kita in Sprakensehl wird zum vierten Mal als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet

Experimentieren und Entdecken

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Meike Schmidt (2.v.l.) überreichte gestern Sabine Lembke und den Kinder des DRK-Kindergartens in Sprakensehl die vierte Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“.

Sprakensehl. „Welche Sachen schwimmen? Und welche nicht? Ihr könnt alles ausprobieren“, erklärt Alexandra Wilkewitz, stellvertretende Leiterin und Erzieherin des DRK-Kindergartens in Sprakensehl, den Kindern. Dann ging es auch schon los.

Die Erzieherinnen hatten in der Kita mehrer Schalen mit Wasser aufgestellt. In diese konnten die Kinder nun verschiedenste Dinge, wie einen Plastikdeckel, eine Wäscheklammer oder auch ein Spielzeugauto hineintun und beobachten, was passiert. Ging der Gegenstand unter, wurde das Symbol auf dem Bearbeitungszettel rot markiert, schwamm er, dann grün.

Und das war nicht das einzige Experiment, welches in dem Kindergarten vorgenommen wurde. Das ganze Jahr über forschen die Kinder zusammen mit den Erzieherinnen zu verschiedenen Themen. „Die Kinder haben daran Spaß und lernen viel dabei. Es wird den Kindern viel bewusst und sie erinnern sich später an die Experimente“, erklärt Sabine Lembke, Leitern der DRK-Kita. Damit hatte sich der Kindergarten die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ verdient. Meike Schmidt, Mitarbeiterin der Butting-Akademie gGmbH und Koordinatorin des Lokalen Netzwerkes im Landkreis Gifhorn, überreichte deswegen dem Kindergarten gestern eine Plakette.

Rund 95 Prozent der Kitas im Nordkreis nehmen an dem Projekt teil, welches seit neun Jahren existiert, erzählt Schmidt. „Die Kinder sollen bewusst entdecken und wahrnehmen, Fragen stellen, Antworten bekommen und forschen“, erklärt sie. Dabei sei es egal, ob ein Experiment gelinge oder nicht. „Es geht rein um das Erleben und Erfahren. Es kann nichts richtig oder falsch sein. Durch das Tun, Sehen, Hören und Ausprobieren bleibt am meisten hängen“, ergänzt die Kita-Leiterin. Auch die Eltern der Kinder seien von dem Konzept begeistert, weil Lernprozesse und viele Bereiche, die später in der Schule gelehrt werden, abgedeckt und gefördert werden.

Ganz wichtig finden beide auch den Mehrwert und den Austausch der Erzieher untereinander. „Die Workshops sind immer ausgebucht. Wir geben den Erziehern Tipps, Input, Feedback und Hilfestellung“, so Schmidt. Dem kann Lembke nur zustimmen. Der Austausch mit anderen Erziehern habe geholfen, sich selbst und den Kindern mehr zuzutrauen: „Man wird mutiger, was Experimente angeht. Anfangs traut man sich noch nicht so viel zu, aber später werden die Experimente dann auch größer.“

Von Ann-Cathrin Brey

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