Beteiligte setzen auf Crowdfunding

Ex-Hankensbütteler will Merlin-Abenteuer-Kurzfilm drehen

Merlin feuert einen Feuerball ab.
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Eduard Eisinger, ehemaliger Hankensbütteler, stellt sich mit einer Truppe junger Filmschaffender aus Darmstadt einer Herausforderung: Als Hochschul-Abschlussprojekt will er einen Merlin-Abenteuer-Kurzfilm drehen.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel/Darmstadt – Merlin, Artus, Excalibur – wer bei diesen Namen hellhörig wird, dürfte auf ein Regieprojekt eines Ex-Hankensbüttelers gespannt sein: Eduard Eisinger ist für sein Filmstudium nach Darmstadt gezogen. Der 33-Jährige, der kurz vor dem Abschluss steht, produziert mit seinen Kommilitonen den Film „Merlin“. Für das Action-geladene Abenteuer mit Magie und Fantasy wird noch die Unterstützung von Crowdfundern gesucht.

In dem Kurzfilm, der sich an die historischen Ereignisse und Fakten anlehnt und die Handlung drumherum baut, wird die Geschichte des mächtigen Zauberers erzählt. Jeder kennt die Sagen um König Artus und Excalibur. Die jungen Filmschaffenden, die sich mit mehreren Überlieferungen beschäftigt haben, setzen in der Zeit weit davor an und erzählen, wie es zu all den Sagen um Merlin gekommen ist. Auf seiner halsbrecherischen Reise, die er antreten muss, um seine kranke Schwester zu retten, findet Merlin heraus, was seine wirkliche Bestimmung ist.

Der Kurzfilm soll einen Einblick in die Vision der Macher geben – denn Eisinger, dessen filmisches Schaffen in der Hankensbütteler Medienwerkstatt Isenhagener Land seinen Anfang genommen hat, kann sich für „Merlin“ – seinen bislang größten Film – noch eine Menge mehr vorstellen. Er hofft, dass das hochambitionierte Projekt, bei dessen Verwirklichung Dutzende Menschen involviert sind, auf das Interesse von Produktionsfirmen und Streamingportalen stößt, Bundes- und Landes-Filmfördermittel erhält sowie auf internationalen Film-Festivals punktet. Der große Wunsch ist, dass „Merlin“ zum Serienformat wird. Die Welt, in der der Film spielt, habe das Potenzial dazu, so Eisinger.

„Merlin“ soll ein Gefühl dafür vermitteln, wie sich diese Welt anfühlt und wie komplex verschiedenste Charaktere in dieser Welt sein können. „Mich persönlich hat diese Welt schon immer interessiert“, sagt Eisinger. Die Gruppe um ihn will anderen Filmstudenten Mut machen, sich an Visual Effects, Stunts und hohen Produktionsaufwand heranzutrauen.

Alle Schritte bei dem Frühmittelalter-Film bis hin zur eigenen Filmmusik will das Team selbst machen. Vieles wurde bereits vorbereitet, etwa der 3D-Wolf aus dem veröffentlichten Trailer, in letzteren wurde ein halbes Jahr Arbeit gesteckt. Laut Eisinger wird auch mit Influencern zusammengearbeitet, es habe großes Feedback zu dem Projekt gegeben.

Gedreht wird der Film regionsübergreifend, überwiegend in Darmstadt und der Region Dieburg, aber auch in Teilen voraussichtlich in Eisingers alter Heimat. In Hankensbüttel, wohin Eisinger nach dem Studium wohl wieder zurückkehren wird, und Wesendorf werden wohl Studioaufnahmen in Zusammenarbeit mit TMP in Person von Inhaber Bastian Schramm entstehen. Am Felsenmeer und im Harz sowie an Klippen, Waldstücken und Wasserfällen in Niedersachsen und deutschlandweit soll gedreht werden. Ein hochkarätiger Cast soll her.

Es wurde eine Crowd-Funding-Kampagne gestartet, bei der die Macher auch auf Unterstützung aus der Region Gifhorn hoffen: www.startnext.com/merlin-film. Die Kampagne läuft noch bis zum 5. September. Unterstützer erhalten Dankeschöns, darunter einen Besuch am Set, eine Statistenrolle, eine Original-Filmklappe oder gar das Excalibur-Schwert aus dem Trailer. Auch auf Instagram ist das Projekt zu finden.

Anfang September soll der Drehplan entstehen, im selben Monat folgen die Außenaufnahmen und ab Oktober die Studioaufnahmen. Sobald alles im Kasten ist, beginnt die Postproduktion, die bis zum Sommer dauern soll.

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