Erdöl-Förderung bei Hankensbüttel bleibt für Konzerne lukrativ

Und ewig nicken die Ölpumpen

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Peter Wussow und Stephan Schulz (RWE Dea) vor einem sogenannten Pferdekopf in Hankensbüttel.

pg Hankensbüttel. Unaufhörlich senkt und hebt sich der „Pferdekopf“ einer Ölförderanlage bei Hankensbüttel. Bis in die 90er Jahre prägten die markanten Pumpen in vielen Gegenden Niedersachsens das Landschaftsbild.

Sinkende Fördermengen und ein niedriger Ölpreis führten vielerorts zur Einstellung der Produktion. Nicht so in Hankensbüttel.

21 Bohrungen der RWE Dea, eines der beiden Energie-Konzerne vor Ort, werden in einem Umkreis von zwei Kilometern rund um Hankensbüttel noch betrieben. Früher waren es mal 95. Auch wenn sich die Förderung im Moment auf dem relativ niedrigem Niveau von etwa 43 Tonnen pro Tag bewegt und die Verwässerung schon weit fortgeschritten ist, lohnt sich nach Unternehmensangaben die Produktion aus dem Ölfeld Hankensbüttel immer noch. Mit steigendem Ölpreis steigt auch die Wirtschaftlichkeit der Förderung. Im Bereich des „Gifhorner Trogs“ wurde und wird in der Region qualitativ hochwertiges Öl gefördert.

Die Förderung bei Hankensbüttel wurde bereits im Jahr 1954 aufgenommen. Das Feld war laut RWE Dea über Jahre eine der ergiebigsten Ölquellen in Deutschland. Insgesamt konnte RWE Dea aus dem Feld mittlerweile 12,3 Millionen Tonnen Erdöl produzieren. Für 2013 rechnet das Unternehmen mit etwa 13 400 Tonnen Öl, obwohl nur noch 2 Prozent Öl und 98 Prozent Wasser nach oben kommen. Von Exxon Mobil wurden 2012 rund 7000 Tonnen Erdöl im Feld Hankensbüttel gefördert. An einigen Bohrungen wurde der Tiefpumpenantrieb als Förderhilfsmittel durch leistungsstärkere Tauchkreiselpumpen ersetzt. Seite 7

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