1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Hankensbüttel

Weinbau in Emmen bei Hankensbüttel geplant

Erstellt:

Kommentare

„Piwi“-Reben in einem Weinberg
„Piwi“-Reben in einem Weinberg – das soll es bald auch in Emmen geben. © Peter Zschunke

Gute Nachrichten für die Familie von Henning Buhr aus Emmen – und ganz neue Perspektiven für die Landwirtschaft im Isenhagener Land. Erstmals soll hier im gewerblichen Stil Wein angebaut werden.

Emmen – Der Emmener Betrieb hat dafür vom Amt für Regionale Landesentwicklung gerade die Zusage für eine Förderung aus dem Leader-Topf bekommen.

„Mit ihrem Projekt beschreitet die Familie beispielhaft neue Wege für die Landwirtschaft im Isenhagener Land“, heißt es dazu von der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG). Vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen und der aktuellen Knappheit an Beregnungswasser sei die Weinrebe „aus ackerbaulicher Sicht eine sehr interessante Pflanze und eine Kultur, die im Isenhagener Land viel Potenzial bietet“.

Für den Einstieg in den Weinbau hat die Familie eine betriebseigene Fläche von zirka 3,2 Hektar hinter dem Gasthaus Pasemann in Emmen gewählt. Diese, so die LAG, scheine aufgrund ihrer Rahmenbedingungen für den Weinbau sehr gut geeignet. Das Projekt beinhaltet das Pflanzen der Rebstöcke, das Stellen des Drahtrahmens, die Einzäunung und das Verlegen einer Tröpfchenbewässerung. Als Traubensorten sollen vornehmlich sogenannte „Piwis“ gewählt werden – neue Züchtungen, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten aufweisen, wodurch deutlich weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen.

Seit 2016 ist der gewerbliche Weinanbau in Niedersachsen offiziell erlaubt. 2021 umfasste er insgesamt 29,5 Hektar genehmigte Fläche. Im Isenhagener Land gibt es noch keinen Weinbau, der über das Hobby hinausgeht.

Durch den Anbau der Weinreben – so die Einschätzung der LAG – schaffe die Familie Buhr für die Region in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert. Man sehe Chancen für den Tourismus, die Biodiversität werde gefördert, und es werde ein neues regionales Produkt geschaffen, das es so bisher nicht gibt: „Es wird eine neue Pflanze in die Region geholt, die für Landwirte eine mögliche Alternative mit vielen Vorteilen sein kann.“

Infos zur Leader-Förderung erhalten Interessierte auf der Internetseite der LAG unter www.leader-isenhagener-land.de oder bei Regionalmanager Thomas Wette, (05371) 82410, thomas.wette@gifhorn.de.

Auch interessant

Kommentare