Samtgemeinde baut trotz Rückgang Vorsprung aus

Erneuerbare Energien: Hankensbüttel bleibt Spitzenreiter

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Windkraft macht in der Samtgemeinde Hankensbüttel den Löwenanteil bei den erneuerbaren Energien aus. Die Samtgemeinde speist fast dreimal so viel Energie ein, wie sie selbst verbraucht.

Samtgemeinde Hankensbüttel – Trotz ihres leichten Rückgangs bei der Energiebilanz: Die Samtgemeinde Hankensbüttel behält im LSW-Netzgebiet die Pole-Position bei den erneuerbaren Energien. Die Samtgemeinde Velpke fällt noch deutlicher zurück und muss sich mit Platz zwei zufrieden geben.

Damit bleibt die Samtgemeinde Hankensbüttel im Netzgebiet die Energieregion Nummer 1. Denn dazu habe sich die Samtgemeinde über die Jahre entwickelt, wie Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel jetzt im Samtgemeinderat unterstrich.

Zur Erinnerung: Im Erneuerbare-Energien-Report 2017 hatte die Samtgemeinde bei der Energiebilanz den sehr guten Wert von 305,13 Prozent aufgewiesen (das IK berichtete). Im aktuellen Report für das Jahr 2018 landete dieser Wert nun bei „nur noch“ 288,02 Prozent. Aber auch das bedeutet, dass die Samtgemeinde „fast dreimal ihren Bedarf produziert“, wie Taebel betonte.

Dieser Rückgang um 17 Prozent lag insbesondere an einer gesunkenen Einspeisung durch die Windkraft, erläuterte Taebel. Denn statt 130.200 Megawattstunden im Vorjahr wurden 2018 lediglich 125.683 Megawattstunden eingespeist – obwohl die Zahl der Windräder exakt gleichblieb. Die Windkraft macht in der Samtgemeinde weiterhin mit Abstand den größten Anteil bei der Energiebilanz aus, doch er sinkt von 230,37 auf 216,12 Prozent. Auch dass zehn neue Fotovoltaik (PV)-Anlagen hinzukamen und die installierte Leistung im PV-Bereich um 0,07 Megawatt stieg, konnte das selbstverständlich nicht ausgleichen. Die eingespeisten Megawattstunden durch die PV-Anlagen stieg von 3.230 auf 3.987.

Die Zahl der Anlagen und die installierte Leistung bei Biomasse/Biogas blieb nahezu unverändert. Allerdings sanken die Megawattstunden von 39.019 auf 37.826 herab. Bei der Energieentnahme stieg der Wert in der Samtgemeinde von 56.518 auf 58.155 Megawattstunden an.

Zum Vergleich: Bei der Energiebilanz liegt die Samtgemeinde Velpke bei 216,34 Prozent (2017 waren es noch 240 Prozent gewesen) – ein Wert, den die Samtgemeinde Hankensbüttel allein durch die Windkraft-Einspeisung schon erreicht.

Die Gebietseinheiten in der Region können mit den Zahlen der Samtgemeinde Hankensbüttel nicht ansatzweise mithalten. Bei der Samtgemeinde Wesendorf sind es 116,46 Prozent, bei der Samtgemeinde Brome 86,45 Prozent, bei der Stadt Wittingen 69,03 Prozent und bei der Stadt Gifhorn 3,7 Prozent. Im Fall der regenerativen Energien kommt der Samtgemeinde Hankensbüttel entgegen, dass sie viel Fläche, noch dazu wenig bebaut, und vergleichsweise wenige Einwohner aufweist. Zum Aufbau der Anlagen werden viele Freiflächen benötigt.

VON PAUL GERLACH

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