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Erlebnispartie auf dem Wasser

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Otter-Zentrum-Chef Mark Ehlers testet die neue Fähre am Ufer des Isenhagener Sees. Die beiden Anleger befinden sich nahe des Nerz-Moores. Foto: Peter

Hankensbüttel. Das Hankensbütteler Otter-Zentrum ist um eine echte Attraktion reicher. Eine neue Fähre am Ufer des Isenhagener Sees bringt dem Besucher das Element Wasser auf ganz besondere Weise näher.

Die Fähre bildet damit ein tolles Pendant zur unweiten Naturerlebnisbrücke.

Bei den Arbeiten an der Brücke entstand die Idee zu einer Fähre. Auf einem Floß ziehen sich die Gäste mithilfe eines Seils von Anleger zu Anleger. Das erfordert nicht allzu viel Muskelkraft, sodass auch Kinder dieses Angebot problemlos nutzen können. Und nicht nur ihnen, sondern auch Erwachsenen dürfte dies großen Spaß bereiten. Nebenbei hat man vom Floß aus einen tollen Blick über den See. Die Fähre befindet sich in einem Dreieck mit der Naturerlebnisbrücke und der Café-Terrasse. Eine abenteuerliche Alternative zum Tretbootfahren.

Auf das Floß passen mehrere Personen. An Seerosen entlang gleitet der hölzerne Bau leicht über das Wasser. Für die Fähre wurde das See-Ufer neu angelegt, berichtet Mark Ehlers, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz. Natur erleben auf ganze neue Art. Die Fähre steht im Kontext mit dem Indianercamp, wo anschaulich über das Thema Wasser informiert wird. Bildung und Erleben aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Der Isenhagener See ist Eigentum der Gemeinde Hankensbüttel, die die Realisierung der neuen Attraktion unterstützte. Die Zusammenarbeit war gut und unproblematisch, sagt Ehlers.

Wer zur Fähre will, geht zunächst über einen Holzbalken, der über dem Wasser angebracht ist, zum Steg. Wer Hilfe beim Balancieren braucht, kann sich an einem Seil festhalten. Mit dem Seil auf Bauchhöhe zieht sich der Nutzer vorwärts. Zwei Anlegestellen wurden gebaut. Von einem Steg zum anderen dürften es 25 Meter sein. Die gesamte Konstruktion wurde aus Rubinienholz gefertigt, wie alle neueren Spielgeräte im Otter-Zentrum. Die Pfähle sind tief im Seegrund verankert. Rund 15 000 Euro kostet dieses neue Angebot. Ein Großteil davon wird von der Sparda-Bank Hannover Stiftung getragen.

Die Fähre wird am kommenden Sonntag, 14. August, freigegeben. Dann können sich alle Naturerlebnisfreunde ab 13 Uhr darauf ausprobieren. Die Fähre braucht noch einen Namen. Wer eine Idee hat, kann sich im Otter-Zentrum melden oder seinen Einfall am besten gleich bei der Freigabe mitteilen.

Kunstpädagoge Dirk Rößner und Jan Müller von der Aktion Fischotterschutz zeigen am Sonntag wie Indianer gelebt und gejagt haben. Bogenschießen, Schmuckstücke und Traumfänger basteln sowie Stockbrot am Lagerfeuer und Indianerschminken gehören zum Programm. Das alles ist im Eintrittspreis enthalten.

Von Sabine Peter

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