Emmen: Dietmar Cordan liest aus seinem Buch „So wurde ich Opernsänger“

Erinnerungen an Hankensbüttel

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Wolfgang Marx (l.) überreichte Dietmar Cordan für seine sehr lebendig wirkende und mitreißende Lesung zu seinem langen Weg zum Opernsänger, der in Hankensbüttel einen großen Schub erfuhr, ein Präsent. Foto: Ollech

Emmen/Hankensbüttel – Rund 60 Personen hatten sich auf Einladung des Männerchores Hankensbüttel am Donnerstagabend im Saal des Gasthaues Pasemann in Emmen eingefunden, um dem ehemaligen Opernsänger Dietmar Cordan bei der Lesung aus seinem Buch „So wurde ich Opernsänger“ zu lauschen.

Cordan wurde am 8. Januar 1941 in Trier geboren, wuchs dort auf und lernte den Beruf eines Drogisten. Als eben solcher kam er Ende 1962 in Hankensbüttel. Und über diese Zeit las der Opernsänger aus seinem Buch.

Unter der Leitung von Maria Fischer erklangen die Lieder „Musik erfüllt die Welt“, „Es löscht das Meer die Sonne aus“ und „Nun leb‘ wohl du kleine Gasse“, bevor der Opernsänger und Autor die Lesung begann. „Die Musik ist der große Vermittler, verbindet die Welt und unsere Herzen“, sagte Cordan und stieg in seine Lesung ein.

Aus Trier wegzugehen, war die richtige Entscheidung, brachte Cordan zum Ausdruck und erinnerte an die Bekanntschaften mit den beiden Söhnen der Familie Weber, Bubi und Wolfgang, die gemeinsame Jagd und dann die Aufnahme in den Männerchor Hankensbüttel. „Das war eine wundervolle, erhabene Zeit, da Tenöre fehlten und ich mich darin wohlfühlte“, schilderte Cordan seine Leidenschaft im Singen. Eines Abends nahm ihn der Chorleiter Gottwalk zur Seite und schlug vor, ihm seinem Freund Dr. Albrecht Thausing in Hamburg, Professor für Gesang, vorzustellen. „Singen Sie ihm einfach aus der „Allmacht“ etwas vor“, habe Gottwalk damals gesagt.

Von da an bahnte sich der Weg über Hamburg, Köln, Berlin zum Opernsänger, wie Cordan weiter ausführte. Eine hinreißende und spannende Lebensgeschichte, die der heute 78-Jährige in seinem Buch niedergeschrieben hat und dabei der nur rund neun Monate währenden Zeit als Drogist in Hankensbüttel ein Kapitel widmete. Cordan hat unzählige Engagements und Partien gesungen, stand unter anderem auf den Bühnen in Köln, Hof, Salzburg, Augsburg und Essen sowie in Amsterdam, Brüssel, Heerlen oder Nancy und gab darüber hinaus unzählige Konzerte im In- und Ausland und arbeitete mit vielen hochkarätigen Dirigenten und Regisseuren zusammen.

Heute lebt Cordan mit seiner Frau Marion überwiegend auf der kroatischen Insel Silba. Dort genießen sie ihren Lebensabend. Mit den Liedern „Paloma Blanca“ und „Aus der Traube“ beendete der Männerchor die sehr lebendig und mitreißende Lesung Cordans. Die Gäste dankten dem Autor mit lang anhaltendem Beifall. Seitens des Männerchores gab es ein kleines Präsent mit Hankensbütteler „Jagdspezialitäten“.

Cordan dankte Marx (l.) und Bürgermeister Dirk Köllner (r.) mit einem signierten Buch.

Der Besuch in Hankensbüttel wurde am Freitagmittag mit einem kleinen Empfang im Café Schmidt beendet. Hier traf man sich noch einmal mit Bürgermeister Dirk Köllner und dem Vorsitzenden des Männerchores, Wolfgang Marx, und tauschte sich ein letztes Mal aus. Cordan bedankte sich für den großartigen Empfang in Hankensbüttel und überreichte Marx ein Buch mit Widmung.

VON HANS-JÜRGEN OLLECH

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