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Ein erhabener Auftakt

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Das achtköpfige Parforce-Ensemble Niederbayern/Niedersachsen brillierten bei die Hubertusmesse mit klangvollen Stücken.

Hankensbüttel. Herbstlaub schönster Färbung schmückte das Innere der altehrwürdige Klosterkirche Isenhagen am Samstagabend bei der eindrucksvoll zelebrierten Hubertusmesse.

Das prächtige Geweih eines Rothirsches, der vor Jahren erlegt worden sein mag, und ein schlichtes Holzkreuz verliehen dem Kirchenraum ein stimmungsvolles jagdliches Ambiente.

Als die Jagdhornbläser zur Begrüßung bliesen, zogen das Parforcehorn-Ensemble Niederbayern/Niedersachsen, Pastorin Monika Krösche und der Lektor feierlich in das Gotteshaus der ehemaligen Zisterzienserinnen ein. Erhabener Auftakt der Hubertusmesse der Jägerschaft Gifhorn - mitgestaltet von der Kirchengemeinde Hankensbüttel und vorbereitet vom Hegering Repke.

Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Stehend und dicht gedrängt verfolgten viele Besucher die Feier; andere hatten draußen auf den Bänken vor der uralten Linde Platz gefunden, um den festlichen Naturtönen der Parforce-Hörner zu lauschen.

Zu hören waren der Choral „Ich singe dir“ (Bläsercorps und Orgel) neben den Klassikern „Sanctus-Hubertushymne“, „Gebet der Jäger“ und dem „Hubertusmarsch“ , der vom aktköpfigen Parforcehorn-Ensemble, Leitung Günther Kaufmann und Beate Bauer, und den Jagdhornbläsern der Jägerschaft Gifhorn (Leitung Hagen Schmidt) gemeinsam intoniert wurde.

Pastorin Monika Krösche hatte zuvor an die biblische Schöpfung und im Kontext an die Legende vom Heiligen Hubertus erinnert, der sein Leben änderte, nachdem er als „wilder, verantwortungslos tötender Jäger“ eine Gotteserscheinung erfahren hatte.

„In der Schöpfungsgeschichte sucht der Mensch etwas anderes als die nackte Historie. Er sucht den Geist, den Atem Gottes, er sucht nach dem Sinn und Wesen seines Lebens “, predigte Pastorin Monika Krösche.

Die Geschichte von der Schöpfung wolle keine naturwissenschaftliche Erkenntnis über die Entstehung der Erde vermitteln; daher sei es auch wenig sinnvoll, das religiöse Schöpfungsbewusstsein gegen naturwissenschaftliche Erkenntnis auszuspielen, sagte Krösche. Die Schöpfung sei vielmehr ein Geschenk, mit welchem dem Menschen die Verantwortung übertragen worden sei, die Natur, die Gott ihm anvertraute, in seine Herrschaft und Obhut zu nehmen. Sie zu nutzen, aber auch zu bewahren. Krösche: „Die Hubertus-Legende erzählt von einem Mann, der diese Verantwortung vergessen hatte, dem aber dieses Bewusstsein neu geschenkt wurde.“

Von Jürgen Kayser

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