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Erasmus strahlt am Hankensbütteler Gymnasium immer größer aus

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Von: Paul Gerlach

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Das Erasmus-Projekt am Hankensbütteler Gymnasium zieht immer größere Kreise: In der Mensa zeigten die Jahrgänge 5 bis 10 jetzt ihre erarbeiteten Inhalte.
Das Erasmus-Projekt am Hankensbütteler Gymnasium zieht immer größere Kreise: In der Mensa zeigten die Jahrgänge 5 bis 10 jetzt ihre erarbeiteten Inhalte. © Gerlach, Paul

Hankensbüttel/Brüssel – Das Erasmus-Projekt am Hankensbütteler Gymnasium wächst und wächst. Am 14. Oktober stand bereits der zweite ErasmusDay an, bei dem sich die Jahrgänge 5 bis 10 beteiligten. Alleine dadurch waren schon mehr Klassen und Schüler mit dabei als bei der Erstauflage im Vorjahr, die auch Corona-bedingt noch auf kleinerer Flamme abgehalten worden war.

„Nun haben wir einen größeren und angebrachteren Rahmen“, freute sich Schulleiterin Cornelia Röhrkasten bei der Begrüßung in der sehr gut gefüllten Mensa. Zuletzt war im Rahmen der Erasmus-AG des Gymnasiums eine achtköpfige Schülergruppe im französischen Lorient, um dort das gemeinsame Projekt zur Erforschung des Planktons in den Gewässern der Erde abzuschließen (das IK berichtete). Die immer größere Dimension des Projektes wurde am 14. Oktober erneut deutlich: Die von den Schülern in den vergangenen Monaten erarbeiteten und am 14. Oktober tagsüber noch einmal verfeinerten Inhalte wurden bei einem „Market Place“ präsentiert. Dieser diente der gegenseitigen Information und dem Austausch der Schülergruppen untereinander.

Die Klassen setzten sich mit Themen wie Integration, Migration, Herkunft, digitale und nachhaltige Bildung oder auch demokratische Teilhabe auseinander. Aber auch Bereiche wie Plastikverschmutzung und Länderkunde waren dabei.

Das Erasmus+-zertifizierte Projekt ist finanziell gut ausgestattet: Laut Kristina Spann, Leiterin der Erasmus-AG, wird die Schule in den nächsten 18 Monaten mit 98 000 Euro gefördert. Damit soll noch viel bewegt werden. „Es gibt noch einiges zu tun“, kündigte Spann an. Bei Themen wie grüner Wandel und nachhaltige Zukunft beginne das Handeln schon in der Schule, wie sie betonte.

So gab Spann einer achten Klasse am 14. Oktober am Beispiel des Sturmtauchers mit auf den Weg, dass jährlich 1 Million Vögel auf nicht natürliche Weise verenden. Die Schüler beschäftigten sich mit der Thematik mittels der „Mystery“-Methode, bei der eine Leitfrage mithilfe von ungeordneten Informationskärtchen (Mystery-Karten) gelöst werden muss.

Andere Schüler befassten sich wiederum beim Thema Herkunft mit den Geburtsländern ihrer Verwandten. Das führte teils zu überraschenden Erkenntnissen und angeregten Diskussionen. Weitere Schülergruppen erstellten Storyboards und produzierten kurze, 20-sekündige Stop-Motion-Filmsequenzen zur Europahymne. All dies wurde dann zu einem gemeinsamen Film zusammengeschnitten.

Wirtschaftliche und politische Probleme der EU wurden herausgearbeitet und übersichtlich auf Plakaten zusammengestellt. Die Menschenrechte, die Entstehungsgeschichte der EU, die Vorteile der Mitgliedschaft für die Länder und die Wünsche der Schüler mit Blick auf die EU spielten dabei ebenfalls eine Rolle.

Ein lehrreicher Tag für die Schüler: Die Teilnehmer am Austausch in Lorient betonten am 14. Oktober noch einmal, wie gut ihnen die vielen Aktivitäten in Frankreich gefallen haben. Sie hätten super schnell Freunde gefunden und sich trotz sprachlicher Barrieren gut verständigt.

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