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Knifflige Zeiten für Betriebe: Hankensbütteler Gewerbevereins-Chef über aktuelle Herausforderungen

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Von: Paul Gerlach

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Eine Girokarte vor einem Lesegerät: Die Inflation macht Kunden wir Unternehmen gleichermaßen zu schaffen.
Ob der Fachkräftemangel, steigende Energiekosten, die nach oben kletternde Inflation, das hohe Zinsniveau oder weiterhin Probleme in den Lieferketten: Die Mitgliedsbetriebe im Gewerbeverein Hankensbüttel haben derzeit meist mit sehr ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen. © dpa

Samtgemeinde Hankensbüttel – Die Auswirkungen der Energiekrise treffen natürlich auch die Mitgliedsbetriebe im Gewerbeverein Hankensbüttel. Das IK sprach mit dem Vorsitzenden Hagen Schmidt darüber, welchen Herausforderungen die Geschäftsleute gerade gegenüberstehen. Die Kernprobleme sind oft derselben Natur.

„Die Situation bei den Betrieben ist sehr durchwachsen“, nimmt Schmidt kein Blatt vor den Mund. Der Fachkräftemangel schlage voll durch, er höre allenthalben, dass die Unternehmen nicht genügend Personal haben. Hinzu kommen Probleme, die sich durch den globalen Markt bis hinab auf der lokalen Ebene bemerkbar machen: An den Problemen bei den Lieferketten habe sich nichts geändert, so Schmidt. In den Betrieben wirke sich das in Form von zu wenigem Material aus. In früheren Zeiten habe man die Lagerbestände gezielt kleinhalten können – in dem Bewusstsein, dass kurzfristig Nachschub bestellt und auch geliefert werden konnte. Das hat sich grundlegend geändert: Die Firmen müssen bei ihren Bestellungen mit deutlich mehr Vorlaufzeit planen und vorgehen.

Der Gewerbevereins-Chef weist darüber hinaus darauf hin, dass den Mitgliedsbetrieben die hohe Inflation Sorgen bereitet. Zudem würden alle Unternehmen bei ihrem wirtschaftlichen Handeln das hohe Zinsniveau mit einkalkulieren.

Ein Thema, das auch die privaten Haushalte aktuell stark beschäftigt, ist in der Geschäftswelt ebenfalls überall auf dem Schirm. „Die Energiekrise trifft jeden“, bestätigt Schmidt. Das höre er vielfach in den Gesprächen heraus. Aus seiner Sicht müsste die Umstellung auf LED-Beleuchtung in einigen Betrieben der Region noch viel mehr in den Fokus rücken. Diese Maßnahme wirke umgehend – insbesondere reduziere sie Kosten. Dennoch habe dies so manches Unternehmen nicht auf dem Schirm.

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